DINGSTEDE - Gerold Diers gab nach 16 Jahren den 1. Vorsitz ab. Der Heimatverein schenkte ihm als Dankeschön eine Kutsche.

Von Stephan Onnen

DINGSTEDE - Gerold Diers kennt sich als Kutscher aus: „Wenn ein Pferd gut in Schwung ist, kann man auf die Peitsche verzichten.“ Gleiches gilt für sein Engagement als 1. Vorsitzender des Heimatvereins Dingstede. Auch dort lief die Arbeit im Vorstand reibungslos, ohne dass Diers sich übermäßig als Antreiber betätigen musste. „Ich musste in den vergangenen Jahren gar nicht mehr viel machen“, gab sich Diers am Freitagabend in der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins bescheiden. Die Mitglieder hingegen bescheinigten dem 71-Jährigen, einen großen Beitrag zum intakten Dorfleben geleistet zu haben. Als Dankeschön für seinen unermüdlichen Einsatz – zunächst ab 1988 als 2. Vorsitzender und seit 1990 als 1. Vorsitzender – überreichte ihm Helmut Diekmann ein „Spielzeug“, nämlich eine von zwei Pferden gezogene Kutsche im Miniaturformat. In Originalgröße fuhr das Geschenk gestern Vormittag bei Gerold Diers vor. Der zeigte sich sichtlich gerührt: „Damit hätte ich nie

gerechnet.“

Diers hatte schon im Vorfeld der Versammlung angekündigt, sein Amt in jüngere Hände legen zu wollen. Als Nachfolger stand Heino Hoffmann bereit: Der 52-Jährige wurde einstimmig für die nächsten drei Jahre gewählt. Ihm zur Seite stehen in der stellvertretenden Vorsitzenden Marion von Seggern und Kassenführerin Renate Diekmann bewährte Kräfte, die zum fünften Mal in Folge in ihren Ämtern bestätigt wurden. Neu in den Vorstand wurde Anke Lückemeyer gewählt: Sie tritt als Schriftführerin die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Detmar Einemann an, der diese Aufgabe sage und schreibe 40 Jahre lang ausgeübt hatte. Dem Festausschuss gehören weiterhin Sabine Köhler, Sabine Stolle, Herwig Schröder, Heiko von Seggern und Helmut Diekmann an.

In Gerold Diers’ Amtszeit fielen mit dem 75-jährigen Bestehen des Heimatvereins und der Dingsteder 750-Jahr-Feier nicht nur zwei große Jubiläen, sondern einige Aktivitäten, die zum festen Bestandteil im Programm des Heimatvereins geworden sind, zum Beispiel der Kinderfasching, die Fahrt in den Heidepark Soltau und die jährlichen Themenabende. Nächste Veranstaltung des Heimatvereins ist am 8. April eine Müllsammelaktion. Der Verein hat derzeit rund 150 Mitglieder – damit gehört rein statistisch gesehen jeder zweite Dingsteder dem Heimatverein an. Am Freitagabend gab es gleich neun Neuaufnahmen – darunter auch CDU-Bürgermeisterkandidat Jens Büsselmann, der spontan einen Aufnahmeantrag unterschrieb.


Neben Büsselmann waren die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Elke Szepanski, und ihr für Tourismusförderung zuständiger Kollege Horst Rosenow Gäste der Jahreshauptversammlung. Sie warben für das Wiederaufleben des Fremdenverkehrsverbandes Hatten.