„Betriebs-Kitas sehen ihre Arbeit in Gefahr“ (NWZ vom 6. August)

Zuerst bleibt festzustellen, dass der Jugendhilfeausschuss (zuständiger Fachausschuss) am 19. Juni die Erhöhung der Elternbeiträge beraten und genehmigt hat. (...)

Im Februar 2011 habe ich als Mitglied des Jugendhilfeausschusses (Elternvertreter) erfahren, dass das Jugendamt eine Neuregelung der Elternbeiträge anstrebt(e) und ich hatte vergeblich versucht, dies zum öffentlichen Thema im Jugendhilfeausschuss zu machen. Dort stieß ich auf erbitterten Widerstand der stimmberechtigten Mitglieder, ein entsprechender Antrag wurde einstimmig zurückgewiesen.

Eine öffentliche Diskussion hierzu hätte Benachteiligungen Einzelner bzw. von Gruppen im Vorfeld (...) verhindern können. Jetzt wurde von der SPD erklärt, dass die Gleichbehandlung von Eltern bei der Neuregelung im Vordergrund stehen würde. Mit dem Gleichmachen haben die Deutschen keine guten Erfahrungen gemacht. Auch von der CDU kommt nun Kritik an diesen neuen Elternbeiträgen, dies ist nur wenig glaubhaft, denn deren Vertreterin im Jugendhilfeausschuss hatte vor zwei Jahren auch nicht für Transparenz gesorgt. (... )

Dass von den Elternvertretern hier keine Kritik laut wird, ist mehr als verwunderlich, denn in der Spitze werden Eltern bis zu 200 Prozent höhere Beiträge zahlen müssen (109€/320€ monatlich). Da wird dann gesagt: Die mit dem guten Einkommen, die können das ja bezahlen!

Dieter Niebisch Oldenburg