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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

DMK investiert kräftig in Strückhausen

30.06.2017

Bremen /Strückhausen Am traditionellen Milch-Standort Strückhausen (Kreis Wesermarsch) läuft derzeit eines der größten Investitionsvorhaben des Oldenburger Landes. „Wir investieren dort bis Ende 2017 über hundert Millionen Euro in ein neues Werk für Baby-Nahrung“, verkündete der Finanzchef von Deutschlands größter Molkereigenossenschaft DMK (Deutsches Milch-Kontor), Volkmar Taucher, am Donnerstag am Rande der DMK-Bilanzpressekonferenz in Bremen gegenüber der NWZ.

Das Werk soll 2018 die Produktion aufnehmen und Strückhausen „zu einem zukunftsorientierten Standort zur Herstellung von Babynahrung (Marke Humana) machen“, heißt es. Produziert wird dann Magermilch- und Vollmilchpulver für Babys.

Mit zusätzlichen Ausbauelementen könnte dem Vernehmen nach ein weiterer zweistelliger Millionenbetrag an Investitionen in Strückhausen hinzukommen. Taucher kündigte an, dass die Mitarbeiterzahl dort von derzeit rund 60 auf mehr als 200 steigen soll.

Sehr gut läuft es auch im DMK-Werk Zentralkäserei Edewecht (Kreis Ammerland). „Edewecht ist unsere Produktions-Autobahn“, sagte Taucher. Mittlerweile sind hier mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Arbeitsplätze seien „absolut sicher“.

Insgesamt hat DMK allerdings erhebliche Probleme: Ihr laufen die Milchbauern weg. Derzeit haben für die kommenden zwei Jahre von den rund 8600 Milcherzeugern 1100 die Kündigung eingereicht, erklärte DMK-Chef Ingo Müller. Dahinter stehen 1,7 Milliarden Kilogramm Milch. Insgesamt verarbeitete DMK (Hauptmarken Milram, Oldenburger) 2016 rund 7,3 Milliarden Kilo Milch.

Etwa ein Drittel der gekündigten Milchmenge entfällt auf 2018. „Diese Milch steht uns ab 1. Januar definitiv nicht mehr zur Verfügung“, räumte Müller ein. Als Konsequenz werden in nächster Zeit vier Werke ganz oder teilweise geschlossen, wovon 270 der rund 7200 Mitarbeiter betroffen sind. Bei den 1,2 Milliarden Kilo Milch, die zu 2019 gekündigt sind, „werden wir um jeden Landwirt kämpfen“ kündigte der DMK-Vorsitzende am Donnerstag an.

Derzeit haben die Landwirte noch eine zweijährige Kündigungsfrist mit der Möglichkeit der Rücknahme der Kündigung. Das wird sich ändern. Als erste Molkereigenossenschaft hat die DMK-Vertreterversammlung am Mittwoch beschlossen, die Kündigungsfrist auf ein Jahr zu senken.

Müller räumte ein, dass man in der zurückliegenden Milchmarktkrise „nicht wettbewerbsfähig war“. DMK selbst spricht von „unzureichender Unternehmensleistung“. Beim Milchauszahlungspreis lag man permanent unter dem bundesweiten Durchschnitt, auch 2016 mit 25,2 Cent je Kilo Milch bei einem Bundesdurchschnitt von 26,7 Cent je Kilo.

Derzeit, in der Erholungsphase des Milchmarkts, holt DMK indes auf. Für Juni werden 34 Cent gezahlt; für Juli kündigte Müller am Donnerstag 36 Cent an, womit DMK den bundesweiten Durchschnitt erreicht haben könnte. „Darunter werden wir 2017 nicht mehr fallen“, versprach er und hält bis Jahresende sogar 40 Cent für möglich.

2016 steigerte DMK seinen Umsatz um elf Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Dies wurde aber ausschließlich durch die Einbeziehung des erworbenen niederländischen Käseherstellers DOC Kaas erreicht.

Der Auslandsanteil stieg von 40 auf 45 Prozent. „Dieser Trend zur Internationalisierung unseres Geschäfts ist gewollt“, sagte Taucher.

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