DöHLEN - Viele Tage haben fleißige Helfer gehobelt, gesägt, geschraubt und genagelt – herausgekommen ist ein wahres Schmuckstück. Am Donnerstag wurde an der Achternstraße in Döhlen eine neue Wetterschutzhütte offiziell eingeweiht. Der „Rastplatz Fillerkuhle“ lädt jetzt Einheimische und Wanderer zum Verweilen ein. Solide Eichenbänke und ein entsprechend großer Tisch bieten Platz auch für größere Gruppen, die hier unter dem schützenden Dach eine Pause einlegen wollen.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Unter Federführung des Bürgervereins haben sich fünf Familien aus der Nachbarschaft (Wilke, Zoll, Theile, Kuhlmann und Schröder) zusammengetan, um den alten, nicht überdachten Rastplatz an der Achternstraße neu zu gestalten. Uwe Schröder erwähnte besonders Horst Zoll, der die Bänke und Tische baute. Bauleiter war Robert Kuhlmann. Als „guter Nachbar“ spendierte Exxon-Mobil 1500 Euro für das Material, der Rest wird finanziert vom Bürgerverein und aus privaten Spenden.

Exxon-Unternehmenssprecher Norbert Stahlhut und Werkleiter Dieter Brüggmann lobten das große Engagement der beteiligten Döhler. „Wir unterstützen gerne Projekte, wo alle mit anpacken“, so Stahlhut. Die neue Hütte wurde gegenüber vom alten Rastplatz erstellt, wo Bernd Oltmann ein Grundstück zur Verfügung stellte. Direkt an einem Wäldchen, das in früheren Jahren ein wesentlicher Bestandteil des wirtschaftlichen Lebens in Döhlen war, wie auf einem Schild nachzulesen ist.

Hier liegt nämlich die„Fillerkuhle“. Die 40 mal 15 Meter große Kuhle wurde früher genutzt, um verendete Tiere auszuschlachten und zu zerkleinern. Das Abziehen der Felle von den Kadavern nannte man „fillen“. Die Felle wurden gegerbt. Die Kadaver wurden zerkleinert und gekocht. Aus der Brühe wurden Leim und Kernseife hergestellt. Die Reste wurden zu Tiermehl verarbeitet.