DöHLEN - Eigentlich sollte das 75-jährige Bestehen des Hegerings Großenkneten gar nicht gefeiert werden, „denn alle elf Hegeringe im Landkreis sind vor 75 Jahren gegründet worden“, erklärte dazu Hegeringleiter Max Hunger. Aber so ganz ungefeiert wollten die Waidmänner den runden Geburtstag nun doch nicht verstreichen lassen. Im Rahmen des „Grünen Abends“ lud der Hegering auf den Hof Hillen in Döhlen ein. Ausrichter des Abends war das Revier Döhlen.
Bei sommerlichen Höchsttemperaturen fanden sich rund 100 Waidgesellen nebst Partnern zur gemeinsamen Feier ein. Hunger betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass es sich um einen lockeren Abend drehe, bei dem schon an die vergangenen 75 Jahre erinnert werde, mehr aber auch nicht. Als Ausdruck dessen verwies er auf die Chronik II, die er als Ergänzung der ersten von Walter Theile zusammengetragenen Hegeringsgeschichte zum 65. Bestehen veröffentlicht hatte. In gemeinsamer Arbeit von Christian Orth und Ulf Herreilers, für dessen Arbeit sich Hunger ausdrücklich bedankte, seien die Ereignisse der vergangenen zehn Jahre aus den einzelnen Revieren zusammengetragen worden.
Großenknetens Bürgermeister Volker Bernasko verwarf seine zuvor verfasste Rede, in der es um Naturschutz und den pfleglichen Umgang mit der Natur im Lande ging. „So recht war mir nicht klar, dass heute der 75. Geburtstag gefeiert wird, denn die Einladung gab dieses nicht her“, sagte er. Deshalb habe er auch nicht den Umschlag mit Barem dabei. Bernasko zeigte sich aber flexibel, zückte das eigene Portemonnaie und legte für jedes Jahr einen Euro für die Gemeinde aus.
Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land, Helmuth Blauth, freute sich, dass die Großenkneter das Jubiläum würdigen würden. „Meines Wissens ist es der einzige Hegering, der dieses Jubiläum auch feiert.“ In seinen Ausführungen erinnerte er an das Entstehen der Hegeringe.
Unter den Klängen der Jagdhornbläser wurde schließlich zum gemütlichen Teil mit kühlenden Getränken und Gegrilltem übergegangen.
