DöHLEN - Fast 3500 Rehe werden alljährlich im Oldenburger Land Opfer von Zusammenstößen mit Fahrzeugen auf den Landstraßen. Die Schadenssummen sind enorm. Und es bleibt leider auch nicht immer nur bei Sachschäden, weil beim Aufprall von Tier und Auto ungeheure Kräfte einwirken.

„Wenn wir auch nur einen Teilkaskoschaden weniger haben, hat sich der Aufwand schon gelohnt“, sagte deshalb am Mittwoch Frank Schwerter, Bereichsdirektor der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg. Gemeinsam mit Karl-Heinz Neumann von der Agentur in Ahlhorn übergab er 60 Reflektoren an Robert Kuhlmann, Mitpächter des 550 Hektar großen Jagdreviers Döhlen.

Mit dem Jagdkollegen Gerrit Meyer war Kuhlmann fast einen Tag im Einsatz, um alle Leitpfosten zwischen Huntlosen und dem Döhler Brückentor entlang der Landesstraße 871 mit den Reflektoren zu versehen. Sie sollen in der Nacht durch die Spiegelung des Scheinwerfer-Lichtes das Wild davon abhalten, über die Straße zu laufen. Nach neueren Forschungen soll die Reflektor-Farbe Blau dabei wirksamer als andere Farben sein.

Gerade zwischen Döhlen und dem Brückentor kommt es immer wieder zu Wildunfällen. In diesem Jahr waren es schon drei, berichtete Kuhlmann. Das war noch vor der Installation der neuen Reflektoren. Jägerschaft und Versicherer sind jetzt sehr gespannt darauf, wie sich die Maßnahme auf die künftigen Unfallzahlen auswirkt. Grundsätzlich gilt: Bei Wildwechselgefahr Fuß vom Gas! Daran sollen auch die hölzernen, von der Jägerschaft aufgestellten orangenen Dreibeine entlang gefährdeter Straßenabschnitte erinnern.