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Dorfwettbewerb 50 Dötlinger erleben live den großen Moment

DöTLINGEN - Das „Golddorf“ ist längst zu einem festen Begriff in der Gemeinde Dötlingen geworden. Acht Tage sind es noch, dann dürfen sich die Dötlinger auch ganz offiziell mit dieser Bezeichnung schmücken. Am Freitag, 28. Januar, beginnt um 15.30 Uhr die Siegerehrung des 23. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im Berliner Internationalen Congress Centrum (ICC). Sie gehört zum Programm der „Grünen Woche“. Rund 50 Dötlinger werden live in der Hauptstadt den großen Moment erleben, wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner Goldmedaille und Urkunde stellvertretend an drei Vertreter des Dorfs, Eckehard Hautau, Jörn Franke und Bürgermeister Heino Pauka, überreichen wird.

Für die meisten Dötlinger wird die Abschlussveranstaltung im ICC der Auftakt eines kompletten Wochenendes in der Hauptstadt sein. Jörn Franke hat federführend für Bürger- und Heimatverein und die AG Dötlinger Vereine ein attraktives Drei-Tage-Programm an der Spree organisiert. Gemeinsam startet die Tour am 28. Januar, 5.30 Uhr, mit der Abfahrt des Busses am Mühlenplatz in Dötlingen. Parallel macht sich am Morgen eine weitere Gruppe mit dem Gemeindemobil auf den Weg. Sie besucht ausschließlich die Siegerehrung und das anschließende Dorffest.

Mit von der Partie ist auch Günter Graf, seit einigen Jahren in Dötlingen wohnhaft. Der einstige SPD-Bundestagsabgeordnete (von 1987 bis 2002) habe für die Dötlinger dank alter Kontakte für Sonnabend eine etwas andere Führung durch den Reichstag organisieren können, freute sich Franke. Der Besuch kultureller Veranstaltungen, die lange Nacht der Museen, ein Spaziergang auf dem Prenzlauer Berg und eine Bootstour auf der Spree runden das Programm an.

Franke sieht der Reise und der Siegerehrung freudig entgegen: „Wunderbar, ganz gelassen“ sei die Stimmung. Dabei sei die Zeit der großen spontanen Freude inzwischen vorbei, erinnerte er sich an den Trubel und die Begeisterung im September nach der Bekanntgabe des Ergebnisses.

Unter den Zuschauern bei der Siegerehrung wird auch Landrat Frank Eger sein, wie er am Mittwoch der

NWZ

  bestätigte. Er habe lange mit sich gerungen, da an diesem Tag auch die Kohlfahrt des Landkreises sei, verriet er. „Da habe ich noch nie gefehlt“, so der Landrat. Angesichts der einmaligen Ehrung für Dötlingen hat er sich aber entschieden, seinen Besuch bei der „Grünen Woche“ in Berlin so zu verlängern, dass er auch bei der Abschlussveranstaltung zugegen sein wird. Schließlich sei es die erste Auszeichnung eines hiesigen Dorfes in seiner Zeit beim Landkreis.

30 Dörfer

werden am 28. Januar bei der Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung des 23. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in Berlin geehrt. Dötlingen zählt zu den acht Ortschaften, die mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. 16 Orte erhalten Silber, acht Bronze. Insgesamt hatten mehr als 3300 Dörfer an dem Wettbewerb teilgenommen, der von der Kreis- über die Bezirks- und Landesebene zur Bundesebene führt.

Die Siegerehrung

am 28. Januar im ICC startet um 15.30 Uhr. Dr. Reinhard Kubat, Vorsitzender der Bundesbewertungskommission, gibt einen Rückblick auf den Wettbewerb. Er war seinerzeit in Dötlingen hellauf begeistert vom Dorf und der Präsentation. Danach hält die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, die Festrede. Es folgt eine Bilderschau „Unsere Dörfer 2010“. Aigner und Dr. Kubat nehmen danach mit Michael Pelzer, Bürgermeister der Gemeinde Weyarn, die Übergabe von Medaillen und Urkunden vor. Ab 18 Uhr folgt ein Dorffest mit Musik, Essen und Begegnungen im Saal 2 des ICC.

Groß

ist die Beteiligung aus Harkebrügge. Der Silbermedaillengewinner aus dem Landkreis Cloppenburg kommt am 28. Januar mit rund 240 Dorfbewohnern zur Siegerehrung.
Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement
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