DöTLINGEN - Dötlingens Baumamtsleiter Uwe Kläner wagte einen neuen Dötlinger Dreiklang: „Den Bürgermeister sollte man kennen, den Pastor muss man kennen, und künftig wird man Bruno, den Bienenbären, kennen.“ Da könnte Kläner durchaus richtig liegen, denn die stattliche honigfarbene Holzskulptur, rund 3,40 Meter hoch, vermutlich rund 700 Kilogramm schwer, ist ein echter Blickfang im Dötlinger Dorfgarten geworden. Damit nicht genug: Der Honigbär ist seit einer Woche auch die Heimat eines Bienenvolks, das Imker Josef Alterbaum in den Kasten auf den Rücken des Bären gesetzt hat. Mit einer kleinen Feier im Kreise der vielen Beteiligten ist die Skulptur, von Imkern als Figuren- oder Klotzbeute bezeichnet, am Mittwochnachmittag eingeweiht worden.
Herbert Dirksen hatte die Idee vor einigen Jahren. Er besprach sie mit Imker Alterbaum, doch zunächst blieb es bei der Idee. Als der Dötlinger beim Püttenhus die Bilderhauerin Karina Cooper erlebte, wie sie aus einem Eisklotz einen Elch schnitzte, fragte er nach, ob die Künstlerin nicht auch womöglich eine Figurenbeute anfertigen könnte. Damit war das Projekt bei der Viasol auf dem Jugendhof Steinkimmen gelandet. Diese gemeinnützige Gesellschaft kümmert sich unter anderem um die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen. Durch Zufall kam Dirksen an einen dicken Pappelstamm, den Dr. Volker Kuhlmann spendete. In der Kreativwerkstatt zauberte Christin Kunkel binnen eines Jahres mit viel Arbeit aus dem schwer zu bearbeitenden Holz den Honigbär. Erich Maser sorgte per Bohrer für die beiden Flugbahnen von rund 70 Zentimeter Länge bei einem Durchmesser von einem Zentimeter. Durch die Nasenlöcher fliegen die Bienen ihren Kasten auf dem Rücken des Bären an.
Der Jugendhof entschied sich, den Baum zu spenden, wenn ein geeigneter öffentlicher Ort gefunden würde. Eckehard Hautau, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins, kam ins Spiel. Er schlug den Dorfgarten mitten in Dötlingen vor, was im Rathaus auf Zustimmung stieß. Kläner ernannte Hautau dafür flugs zum „Bären-Paten“, der künftig ein Auge auf die Holzskulptur werfen solle.
Hautau bedankte sich für die „gute Verzahnung“ zwischen allen Beteiligten. Der Bienenbär sei ein weiterer Schritt, den Dorfgarten nach und nach noch mehr zu einem Anziehungspunkt zu machen, lobte er den „kleinen Bienenlehrpfad“. In einem respektvollen Abstand zum Bär steht nämlich am Wegesrand ein Schild, auf dem die Entstehung von Bruno und die Honigbiene kurz charakterisiert werden.
