Dötlingen/Großenkneten - Die Gemeinde Dötlingen profitiert massiv von organisatorischen Veränderungen beim Energiekonzern Exxon Mobil. Die Betriebsstätte Dötlingen beheimatet nun 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 45 mehr als bisher, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit stärke Exxon „lokale Förderbetriebe in Südoldenburg“.
Seit Jahresbeginn haben 24 für die Instandhaltung von Förderanlagen verantwortliche Kollegen ihren Arbeitsplatz aus der benachbarten Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten nach Dötlingen verlegt. „Auch sieben Mitarbeiter aus der Hauptverwaltung in Hannover verstärken jetzt das Team im Gebäude des ehemaligen Erdgasspeichers in Dötlingen“, teilte Exxon-Sprecher Klaus Torp mit. In der Betriebsstätte Visbek (Kreis Vechta) habe sich die Mitarbeiteranzahl auf knapp 30 fast verdoppelt. Die Mitarbeiter des Betriebes Varnhorn seien nach Visbek und Dötlingen umgezogen.
„Mit diesem Schritt machen wir uns fit für die Zukunft und gewährleisten eine sichere und wirtschaftliche Produktion über das Jahr 2020 hinaus“, erläutert Markus Kostrzewa, Leiter des Produktionsbereiches West und Ansprechpartner für alle Erdgas- und Erdölförderaktivitäten in Südoldenburg. „Wir stärken nicht nur unsere regionale Präsenz, sondern bündeln erstmalig auch die Verantwortlichkeiten für die Erdgas- und Erdölförderung in den Landkreisen Oldenburg, Vechta und Cloppenburg.“
Exxon Mobil fördere im „Produktionsbereich West seit mehr als 50 Jahren aus derzeit rund 90 Erdgas- sowie rund 40 Erdölbohrungen und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung.
Im Erdgasspeicher Dötlingen wurden in seiner natürlichen und 2650 Meter tiefen Erdgaslagerstätte im Sommer große Erdgasmengen eingespeichert, die im Winter – bei erhöhtem Gasverbrauch – dem Markt zur Verfügung gestellt werden. Der Erdgasuntergrundspeicher Dötlingen war von 1983 bis 2012 in Betrieb und galt als eine der größeren Anlagen dieser Art in Westeuropa, wie der Exxon-Sprecher weiter erläuterte. In der Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten wurden seit der Inbetriebnahme 1972 mehr als 200 Milliarden Kubikmeter Rohgas gereinigt. Mit dem aufbereiteten Erdgas könnten alle rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland für mehr als drei Jahre mit Energie versorgt werden. Insgesamt sind in Südoldenburg rund 250 Mitarbeiter für Exxon Mobil tätig.
