DöTLINGEN - Es war das Ereignis des Jahres. Der Vorsitzende Herwig Garms bedankte sich noch einmal bei allen Helfern.

von gunda ahlers

DÖTLINGEN - Der Tag des offenen Hofes in Neerstedt mit mehr als 12 000 Besuchern war für den Ortslandvolkverband Dötlingen das Großereignis im Jahr 2006. „Das war Werbung für die Landwirtschaft und für die Gemeinde Dötlingen“, sagte Ortslandvolkvorsitzender Herwig Garms am Dienstag auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes im Schützenhof „Unter den Linden". Dabei betonte er, dass sich an diesem Tag die „normale Landwirtschaft, die für den allgemeinen Markt produziert“, gezeigt habe.

Garms bedankte sich auf der Versammlung noch mal bei den unzähligen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. „Der Aufwand war enorm. Von daher war es sicher eine einmalige Sache – jedenfalls in meiner Zeit als Vorsitzender“, erklärte Garms. Einen Eindruck von dem, was den Gästen in Neerstedt an dem heißen Junitag alles geboten wurde, verdeutlichte auf der Versammlung Andre Haske anhand eines einstündigen Filmzusammenschnittes.

Unter den Gästen, die den Filmbeitrag mit großem Interesse aufnahmen, war auch Johann Arendt Meyer zu Wehdel, Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks. In seinem Vortrag zur Fragestellung „Was haben wir vom Landvolk? Zahlt sich der Beitrag für die Mitglieder wieder aus?“ führte er aus, dass die Werbewirksamkeit eines Tages des offenen Hofes hinsichtlich der Verbreitung in den Medien ganz entscheidend von der Arbeit des Deutschen Bauernverbandes mitbestimmt werde. Der Bauernverband sei ein Netzwerk. Analog zu den Gemeinden, Kreisen, Ländern und dem Bund gebe es beim Landvolk die Orts-, Kreis- und Landesverbände sowie den Bundesverband, die jeweils auf ihrer Ebene bei den politischen Entscheidungsträgern ein Wort für die Belange der Bauern einlegen würden. Vor diesem Hintergrund sei es gerechtfertigt, dass die Ortsverbände den größten Teil ihrer Mitgliedsbeiträge an die übergeordneten Verbände abführen. Nach Auskunft des Dötlinger Kassenführers Dieter Hollmann werden 90 Prozent der

Jahresmitgliedsbeiträge nach oben weiter gereicht.


„Der Bauernverband funktioniert dann am besten, wenn man nichts von ihm hört, denn dann hat das Netzwerk im Stillen gut gearbeitet“, sagte Meyer zu Wehdel.

Auch der spezialisierte Betriebsleiter, der sich einem Fachverband wie dem der Geflügelzüchter oder Stärkeerzeuger angeschlossen habe, müsse dem Netzwerk Bauernverband angehören. „Gibt es ein Problem wie Schweinepest oder BSE, müssen wir solidarisch auftreten, denn wir werden nur als Gesamtheit wahrgenommen“, sagte der Vizepräsident und verwies darauf, dass Bauern nur 2,6 Prozent der Bevölkerung ausmachen.