DöTLINGEN - Der würdige Platz im Neerstedter Rathaus wird noch gesucht. Momentan liegt das Schmuckstück, die Urkunde aus Berlin, noch im Büro von Bauamtsleiter Uwe Kläner. Wie die NWZ bereits berichtete, ist die Gemeinde mit dem „Energieeffizienten Dötlingen“ am Dienstag als „Klimaschutzprojekt 2009“ von der Deutschen Umwelthilfe ausgezeichnet worden. Nach der Rückkehr aus der Hauptstadt war die Freude bei Bürgermeister Heino Pauka unüberhörbar: „Das ist eine schöne Bestätigung auch für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort. Das wurde jetzt sogar bundesweit zur Kenntnis genommen.“ Das sei ein weiterer Motivationsschub.
Mit Uwe Kläner war der Bürgermeister, natürlich im Zug, in die Hauptstadt gereist. Drei Stunden dauerte die Feier in der saarländischen Landesvertretung, in Sichtweite des Kanzleramtes. „Gut organisiert, angenehme Atmosphäre“, so Pauka. Für ihn ein besonderer Moment: die Begegnung mit dem bekannten Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif, der die Urkunde überreichte. Alle 16 geehrten Kommunen waren übrigens vor Ort vertreten, so dass es neue Kontakte gab.
Die Auszeichnung ist ganz und gar auf die Ehre begrenzt. Eine finanzielle Zuwendung gibt es nicht, so Pauka auf Nachfrage. Der Umwelthilfe geht es mit der festlichen Veranstaltung auch darum, weitere Kommunen für die Teilnahme am Klimaschutzwettbewerb zu gewinnen. 58 waren es diesmal, überwiegend aus Süddeutschland. Ungewohntes Gefühl für die Vertreter der kleinsten Kreis-Kommune: Mit 6000 Einwohnern zählte Dötlingen schon zur Kategorie der größeren Starter, der Gruppe von 5000 bis 20 000 Einwohnern. Viele Kommunen, die erfolgreich mitmachen, haben nur 2000 oder weniger Einwohner.
Dötlingen hatte sich beim Start des Projekts Anfang 2008 zur Teilnahme entschieden, um anhand des Punktesystems des Wettbewerbs seine eigene Entwicklung einschätzen zu können. Mit Platz zwölf der Gesamtwertung habe Dötlingen einen großen Sprung nach vorne gemacht, so Pauka.
Bewertung in sechs Kategorien – Zwei Spitzenplätze
