DöTLINGEN - „Acht Jahre ist es her, dass wir an dieser Stelle die Einweihung des Kindergartens gefeiert haben. Keiner der hier Anwesenden wird damals geglaubt haben, dass wir uns nach so kurzer Zeit zu einer weiteren Einweihungsfeier treffen würden“, erklärte Dötlingens Bürgermeister Heino Pauka am Sonnabendvormittag in der neuen Krippe im Kindergarten Dötlingen.
Zur offiziellen Einweihung hatten sich neben den Mitarbeiterinnen Vertreter der vier Gemeinderatsfraktionen, der beauftragten Unternehmen, der Verwaltung und der Elternschaft in der Krippe an der Karkbäk eingefunden.
Große Nachfrage
Pauka wies auf die enorme Nachfrage nach Krippenplätzen in den vergangenen Jahren hin: „Das ist eine Welle, die uns überwältigt hat.“ Damit konnte sich die Gemeinde von dem vermeintlichen fertigen „Rund-um-sorglos-Paket“ verabschieden, denn „eigentlich hatten wir gedacht, mit Regelgruppen, integrativen Gruppen und einer altersgemischten Nachmittagsbetreuung das richtige Angebot für die Eltern hier in Dötlingen geschnürt zu haben.“
Mehr als die Hälfte der zwei- bis dreijährigen Kinder in der Gemeinde besucht inzwischen eine Regeleinrichtung. Ein Trend, der sich fortsetze, so Pauka. Der Arbeitsmarkt verlange zunehmend gut ausgebildete Frauen, die schnell wieder nach der Geburt der eigenen Kinder in den Beruf zurückkehren.
2010 fiel im Gemeinderat der Beschluss, nach Neerstedt auch in Dötlingen eine Krippe einzurichten. Aus dem „Einrichten“ wurde ein 150 Quadratmeter großer Anbau, denn der Kindergarten konnte keinen Platz mehr für eine Krippe entbehren. 381 000 Euro investierte die Gemeinde. Davon kamen von Land und Landkreis 264 000 Euro. Pauka: „Heute stehen wir in diesem Anbau, der seit Oktober in Betrieb ist und seine Funktion bestens erfüllt. Alle 15 Plätze sind bereits vergeben. Der Bedarf ist also da.“
Präsente zur Einweihung
Im Namen der vier Ratsfraktionen überreichte Ute Ziemann eine kleine „Starthilfe“ an Gudrun Löhlein, Leiterin der gemeindeeigenen Kindergärten. Gerti Essing vertrat Landrat Eger. Sie ist beim Landkreis für die Kindertagesstätten im Landkreis zuständig und wies darauf hin, dass Dötlingen nun alle Zielvorgaben des Landes erfülle.
Architekt Wolfgang Behrends kam mit einem Mitteilungsbaum als Geschenk und sprach von einer stressfreien Baustelle und dem bereits fünften Bauvorhaben an dieser Stelle. Er erinnerte an Einrichtung des Kindergartens (1992) in der Grundschule, Sanierung der Grundschule und Jugendhausumbau (’95), Bau der Sporthalle (2001), Kindergartenbau (2003) und nun Krippe (2011). „Die Gemeinde hat hier einen bemerkenswerten Campus für den Nachwuchs geschaffen.“ Der symbolische Schlüssel machte die Runde von Behrends zu Bürgermeister Pauka und schließlich zu Gudrun Löhlein.
Nach dem offiziellen Teil bestand die Möglichkeit zur Besichtigung. Am Nachmittag stand die Tür für Eltern und Kinder offen. Die Krippe leiten Mechthild Schwarte, Kerstin Ostmann, Wiebke Biener.
