DöTLINGEN - Die Baugenehmigung ist in der vergangenen Woche erteilt worden. Die Eröffnung des Cafés verzögert sich.
von anja rohde
DÖTLINGEN - In der vergangenen Woche hat Lopshof e.V. die Baugenehmigung erhalten. „Wir können nun also endlich loslegen mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten“, sagt Ralf Lanfersiek, Geschäftsführender Vorstand des 2004 gegründeten Vereins zur Entwicklung integrativer Wohn-, Lebens- und Arbeitsformen.Im September des vergangenen Jahres nächtigte die letzte Schulklasse in dem rund 850 Quadratmeter großen Lopshof, der von 1957 an als Schullandheim genutzt worden war. 2005 ging das Haus, das 1925 vom Dötlinger Maler August Kaufhold gebaut worden war, mitsamt dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück für 350 000 Euro in den Besitz des Vereins über. Die selbe Summe wird der Verein zusätzlich für die geplanten Umbauarbeiten zahlen müssen. „Im Moment rechnen wir mit spitzem Bleistift die Kosten wieder herunter“, sagt Lanfersiek. Die Investitionen drohten sonst den festgelegten Rahmen zu sprengen.
Die Eröffnung des geplanten Cafés mit rund 80 Sitzplätzen, in dem etwa sechs Arbeitsstellen für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden, kann nicht wie vorgesehen im November 2005 erfolgen. Als letzter Bauabschnitt wird es voraussichtlich erst im Frühjahr des kommenden Jahres seinen Betrieb aufnehmen können. Es soll dann durchgehend, mit einem Ruhetag, von voraussichtlich 11 bis 20 Uhr geöffnet sein. Die im oberen Bereich des Hauses geplanten Büros und Therapieräume können bereits in diesem November bezogen werden.
Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Der rechts vom Eingang gelegene, wegen seiner halbrunden Form von Lanfersiek als „Halbmond-Zimmer“ bezeichnete Raum, soll zwei zusätzliche Fenster erhalten. Alle sanitären Anlagen werden dem heutigen Standard entsprechend und behindertengerecht umgebaut. Die zu Zeiten des Schullandheims als Speise- und Aufenthaltsraum genutzten Zimmer links vom Eingangsbereich werden ebenfalls zum Café, beziehungsweise zu Tagungs- und Seminarräumen, umfunktioniert und mit einer Thekenanlage ausgestattet. Von dort aus soll auch der Zutritt zur Terrasse möglich sein, die links neben dem Haus angelegt werden soll. „Wir wollen den Eingangsbereich des Hauses nicht verändern“, sagt Lanfersiek.
Im sich anschließenden Neubau wird ein Wohngemeinschaftsbereich für vier Menschen mit Behinderungen eingerichtet.
Im Erdgeschoss des Anbaus mietet sich zukünftig die Norle gGmbH mit ihrem Familien entlastenden Dienst ein, mit dem sie von Großenkneten nach Dötlingen ziehen wird. Zwölf Menschen mit Behinderungen können dort tageweise betreut werden; davon fünf auch wochenweise.
