DöTLINGEN - Rund 50 Stuten stellten sich dem kritischen Blick der Jury. Von der Einschätzung hängt die Zuchttauglichkeit ab.

von anja rohde

DÖTLINGEN - Wolkenspiel, Donnerfee und Diamantperle sind nur einige der wohlklingenden Namen, die die Hannoveraner Stuten auf der Dötlinger Stutenschau trugen. Knapp 50 Pferde wurden gestern auf der vom Hannoveraner Pferdezuchtverein Oldenburg organisierten Veranstaltung einer Jury vorgeführt. Die zwei- und mehrjährigen Tiere wurden auf dem Gelände der Waldreitschule unter anderem nach Korrektheit des Ganges, Körperbau sowie Elastizität und Schwung beim Trab beurteilt.

„Der Hals könnte leichter sein“ und „im Trab könnte sie mehr Kadenz haben“. So lauteten dann auch einige der Urteile, die die Jury mit Wertung durch Lautsprecher bekannt gab, nachdem die Tiere von Züchtern und Helfern durch die so genannte Dreiecksbahn geführt worden waren.

Nach einer guten Einschätzung durch die Jury werden zweijährige Stuten mit anerkanntem Stammbaum ins Hauptstutbuch eingetragen. Ältere Stuten mit einer erfolgreich abgelegten Zuchtstutenprüfung qualifizieren sich für das Prädikat „Staatsprämienstute“, das sie erhalten, wenn sie ein Fohlen geboren haben. „Die Teilnahme an einer Schau ist wichtig für die Zucht“, erläutert Susanne Klatte, Vorsitzende des ausrichtenden Vereins. Insbesondere das vom Land Niedersachsen geförderte Prädikat „Staatsprämienstute“ macht Stuten für die Zucht interessant. Eine 27-jährige Züchterin aus Bad Zwischenahn drückte für ihr eigenes vierjähriges Pferd die Daumen und hoffte auf eine gute Bewertung. Die Tiere mit eingeflochtenem Schweif und glänzend gestriegeltem Fell zogen aber auch die Blicke von Kaufinteressenten auf sich. „Ich gucke für Freunde im Ausland, welche Pferde als Anschaffung in Frage kommen“, sagte eine 54-Jährige aus der Region.