DöTLINGEN - Dass nicht nur junge Leute, sondern auch die ältere Generation in einer Wohngemeinschaft (WG) leben kann, zeigt das neue Projekt des Vereins „Salus“ e.V. in Zusammenarbeit mit den Landdiensten. Sie haben am Mittwoch mit einer kleinen Feier die Senioren-WG Dötlingen eröffnet.

Gebäude komplett entkernt

In den Räumen der ehemaligen Volksbank am Ostertor wird noch eifrig gewerkelt, die ersten beiden Mieter ziehen jedoch schon in diesen Tagen ein. „Wir freuen uns, dass wir schon zum 1. Mai beinahe fertig sind“, sagt Gisela Jaskulewicz, Beraterin bei Salus, und sieht sich staunend in den Räumen um. Noch vor einem viertel Jahr habe die Inneneinrichtung ganz anders ausgesehen. „Es ist alles komplett entkernt und neu gestaltet worden“, so Kerry Lampert, 1. Vorsitzende des Salus-Vereins. In mühevoller Arbeit und mit hohem persönlichen Einsatz haben Vereinsmitglieder, Handwerker und Nachbarn die Räume in den jetzigen hellen und freundlichen Zustand versetzt. Dafür wurde als kleines Dankeschön am Mittwoch gefeiert.

Die Inneneinrichtung des großen Gemeinschaftsraumes sieht ohne Bilder, Mobiliar und Grünpflanzen zwar noch etwas spärlich aus, dafür lädt die offene Landhausküche zum Verweilen ein. „Die Bewohner bringen die Möbel mit und Teile werden auch gespendet“, hofft Gisela Jaskulewicz. Und die ersten Pflanzen seien schon von Nachbarn zur Einweihung spendiert worden. Auf blühenden Zuwachs wartet auch der geplante 2500 Quadratmeter große Bauerngarten. Zwar seien die Anlagen bereits fertig gestellt, „uns fehlen aber noch bunte Farben“, so Jaskulewicz.

Einzug im Wochenrhythmus


Das gesamte Projekt soll nach Fertigstellung von zehn Senioren bewohnt werden, die nach dem Prinzip „Alt sein und nicht alleine“ bis zu ihrem Lebensende im Haus wohnen. Neben den zwei Mietern stünden acht Interessenten fest, die im Zwei-Wochen-Rhythmus einzögen, so die Verantwortlichen. „Dann kann man sich besser eingewöhnen“, verrät die Vereinsberaterin. Gebaut und finanziert wurde das Wohnkonzept vom schwedischen Investor „Linneae“, der die komplette Verwaltung an Salus e. V. abgegeben hat. Die Pflegedienste vor Ort besorgen die Landdienste.

„Wir haben hier ein Kleinod fürs Herz geschaffen“, sagt Gisela Jaskulewicz.