DöTLINGEN - Fünf Privatgärten standen Besuchern in der Gemeinde Dötlingen offen. Unter anderem luden Helga und Alvred Schöning ein.

von Marén Bettmann

DÖTLINGEN - Weniger Besucher als bisher verzeichneten offenbar die „Dötlinger Sommergärten“, die am Wochenende zum Schauen und Verweilen einluden. Im Rahmen der Dötlinger Gartenkultour hatten am Sonnabend und am Sonntag fünf ausgewählte Privatgärten ihre Pforten geöffnet.

„Wir sind richtig froh, dass diesmal nicht ganz so viel los ist“, gesteht Helga Schöning vom Garten „Vogelhögte“ in Dötlingen. So hätten sich ihre Gäste, die unter anderem aus Bremen, Vechta und Oldenburg kamen, Zeit lassen und auch in Ruhe Fragen stellen können. „Beim ersten Mal sind 1400 Menschen gekommen. Da schoben sich die Massen nur so durch“, erinnert sich Helga Schöning, die sich mit ihrem Mann Alvred auf einem ehemaligen Acker an der Straße „Zum Sande“ in 32 Jahren ein kleines Paradies geschaffen hat.

Die Leidenschaft des naturbegeisterten Ehepaares sind Rosen: 193 Sorten sind in ihrer 14 000 Quadratmeter großen, parkähnlichen Anlage zu finden. Für Helga Schöning ist vor allem eine Eigenschaft wichtig: „Sie müssen duften.“

Auf den kleinen verschlungenen Pfaden lassen sich aber nicht nur Pflanzen entdeckten, viele kleine Kunstwerke und witzige „Accessoires“ machen einen Spaziergang zur Entdeckungstour. Ob nun eine Kanone aus dem 17. Jahrhundert, eine alte Bahnhofsuhr, eine gelbe Telefonzelle oder ein Kräuterlexikon zum Anfassen und Schnuppern – die Liebe zum Detail bildet den Reiz dieses Gartens. Hitzegeplagte können sich zudem an einem kleinen Quell mit frischem Wasser laben oder sich am See mit Bootsanleger im Schatten eines großen Baumes abkühlen.


Auch Tierfreunde kommen auf ihre Kosten: Auf einem Monitor kann „live“ eine Schleiereule beobachtet werden, die seit Jahren – so auch in diesem – auf dem Dachboden der Schönings ihre Jungen aufzieht.

Weitere Einblicke in ihre blühenden und duftenden Kleinode in der Gemeinde Dötlingen gewährten außerdem Anke Dunker-Bureck in Barel, Gabriele und Dirk Abel in Haidhäuser, Axel Sander und Dörte Eyben-Sander in Neerstedt sowie ebenfalls in Neerstedt die Fachklinik Oldenburger Land („To Hus“). Zudem wurden an beiden Tagen geführte Radtouren und Spaziergänge angeboten.