DöTLINGEN - „Ein Pfau, der sich präsentieren will, fühlt sich selbst bei diesen Temperaturen sehr wohl“, weiß Tierliebhaber Horst Lenz. Denn: „Das Frühjahr beginnt, da kommen schon die ersten Gefühle auf.“ Und auch Evita, die chilenische Alpakadame, stört die frostige Kälte am Dienstagmittag nicht. Bei strahlendem Sonnenschein stolziert sie über die Weide des Dötlinger Privatgeheges von Verona und Horst Lenz. Eisige Temperaturen ist das Alpaka schließlich aus seiner ursprünglichen Heimat in den Anden gewohnt.

Wie Evita kümmert die klirrende Kälte dieser Tage die wenigsten der rund 100 Tiere im Dötlinger Privatgehege. „Normalerweise brauchen die bei uns keinen Unterstand, die wollen einfach raus“, erklärt Verona Lenz. Spezielle Vorkehrungen gegen die Minusgrade brauchen die Tiere nicht. Selbst Alpakahengst Pacco scheint die spanische Sonne nicht zu vermissen. Er hat sich gut in den Dötlinger Gefilden eingelebt. Dazu hat sicherlich beigetragen, dass „wir anfangs mit ihm nur Spanisch gesprochen haben“, wie Verona Lenz verrät. Aber ihr Mann ergänzt mit einem Schmunzeln auf den Lippen: „dann haben wir ihm doch Deutsch beigebracht“.

Sprachschwierigkeiten spielen bei den vier Albinos unter den Kängurus jedoch keine Rolle. Und auch Buddha, das zehnjährige graue tasmanische Bennett-Känguru, huscht an den Lamas vorbei, der wohlig wärmenden Wintersonne entgegen. Anders verhält es sich allerdings mit dem Temperaturempfinden der zierlichen Kronenkraniche, denn „die bekommen schnell mal kalte Füße“, weiß Horst Lenz. Deshalb bleiben sie mit ihren Storchenkollegen lieber in den Stallungen.

Das sizilianische Giergentana-Ziegenpaar Juliette und Mario hingegen genießt das Winterwetter lieber mit Töchterchen Rosana beim Auslauf im Ziegengehege. Und Verona Lenz bestätigt: „Die Temperaturen machen den Tieren eben nichts aus.“