DöTLINGEN - Die gute Laune konnte auch das miese Regenwetter am Sonnabendmorgen auf dem Gelände des Flugparks Ahlhorn den 13 Traktorfahrern der Landjugend Dötlingen nicht verderben. Hier fand an diesem Tag das erste Trecker-Sicherheitstraining statt, das Rolf Kramer als Moderator und Fahrsicherheitstrainer für die Straßenverkehrs-Genossenschaft Bremen eG zusammen mit Uwe Johannesmann leitete.
Mit schwerem Gerät waren die jungen Fahrer landwirtschaftlicher Gespanne nach Ahlhorn gekommen. Vom Hightech-Schlepper mit Güllefass oder Ballenpresse im Anhang bis zum Hof-Traktor mit Anhänger standen insgesamt neun Gespanne für die verschiedenen Übungen auf dem Flugplatzgelände zur Verfügung.
Drei der 13 Teilnehmer kamen dabei aus einem bäuerlichen Betrieb. Die restlichen Fahrer waren mit den Maschinen von Lohnunternehmen nach Ahlhorn gekommen. Allein die Firma Kuhlmann in Neerstedt schickte sechs Nachwuchsfahrer in das Sicherheitstraining.
„Die Landjugend Dötlingen war schon einmal zu einem Pkw-Sicherheitstraining hier. Dabei kam der Gedanke auf, so etwas auch für die Treckerfahrer anzubieten“, erklärte Rolf Kramer den Antritt für das erste Traktor-Training in Ahlhorn. Wie er weiter erklärte, hätten mittlerweile auch schon andere Landjugendvereine Interesse bekundet.
Vor allem das Erwerben von mehr Praxis in heiklen Situationen zählte an diesem Tag. Da wurde im Slalom-Kurs eine Pylonen-Reihe mehrfach durchfahren. Anschließend ging es auf den Kreis mit einem Durchmesser von nur 20 Metern. Anfangs mit einem Tempo von 20 Stundenkilometern. Das gefahrene Tempo wurde dann gesteigert. Aber auch das Bremsverhalten der Gespanne auf schwierigen Straßenverhältnissen und in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen stand im Mittelpunkt.
„Es ist die Konstruktion der technisch ansonsten ausgereiften und hochgerüsteten Fahrzeuge, die zum Problem werden kann“, erklärte Kramer. „Der Schwerpunkt liegt im beladenen Zustand hoch über der Straße. Wenn ein Gespann erst in Kipplage kommt, gibt es meist kein Halten mehr.“ Auch sei das abrupte Abbremsen oder plötzliche Einlenken gefährlich, da Trecker und Anhänger sich schnell quer stellen können. All dieses probten die Teilnehmer mehrfach.
Am Ende kamen die Traktorfahrer mit einem neuen Sicherheitsgefühl aus dem Training. Das war auch Sinn und Zweck, denn auch den Lohnunternehmern ist daran gelegen, ihren Fuhrpark auf den Straßen sicher unterwegs zu wissen.
