Wardenburg - Brillen und Schmuck, Fahrräder und Handys: Georg Hille sucht Abnehmer für diese Wertsachen. Der 50-Jährige verlangt nicht einmal Geld dafür. Eine detaillierte Beschreibung oder ein Kaufnachweis reichen ihm aus. Georg Hille ist Sachbearbeiter bei der Gemeinde Wardenburg und unter anderem auch zuständig für den Bereich Fundsachen.
„Wir bewahren die abgebenen Gegenstände ein halbes Jahr auf. Was sich nach Ablauf dieser Zeit anbietet, wird am Sonnabend des Cityfestes versteigert“, sagt Hille. Die Auktion leitet stets Amtsleiter Wolfgang Arians. Es herrsche großer Andrang und Bieter könnten echte Schnäppchen machen – oder sehr viel Geld ausgeben, wenn das Interesse an einem Objekt besonders stark sei.
Autoschlüssel, Uhren, Handys: Das sind die typischen Gegenstände, die in einer Kiste in Hilles Büro lagern. Im Keller und auf dem Dachboden stehen zudem ca. 30 Fahrräder. Vor einiger Zeit befanden sich auch ein Dolch und ein Blutdruckmessgerät in der Kiste. Während diese lange vergeblich auf ihre Besitzer warteten, ging es bei einem anderen Fund ganz schnell: „Der wertvollste Fund war eine Geldbörse mit etwa 600 Euro darin“, verrät Hille. Aufgrund der Papiere habe die Gemeinde die Besitzerin schnell ausfindig machen können.
Eine erfolgreiche Rückgabe der Fundsachen gelingt lediglich in 15 Prozent der Fälle schätzen Hille und Arians. Auf der Internetseite der Gemeinde Wardenburg können Suchende unter dem Punkt Fundsachen/Fundinfo nachsehen, ob der vermisste Gegenstand in einem Fundbüro abgegeben wurde.
