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. Aber auch die Sanierung des Bereichs Neufeld II und weiterer Ortsteile wäre von der Kürzung betroffen.Nach Angaben des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds (NSGB) hat der Bund überraschend 100 Millionen Euro für die so genannte „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ gestrichen, zu der auch die Dorferneuerung gehört. Daraufhin habe auch das Land die Mittel für die Dorferneuerung massiv gekürzt, teilte NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek mit. Die Folge: Neue Dörfer sollen nicht mehr in das Programm aufgenommen und bei bestehenden Sanierungsprojekten die Investitionen von Privateigentümern nicht mehr bezuschusst werden.
Diese Privatinvestitionen sind in Sande wichtiger Bestandteil der Dorfsanierung. Eigentümer ortsbildprägender Gebäude bekamen bislang einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Investitionssumme in Aussicht gestellt. „Uns liegen viele Anfragen von Bürgern vor, die diese Möglichkeit nutzen wollten“, berichtet Oltmann. Vor allem an der Hauptstraße stünden mehrere Gebäude, die für die Förderung in Frage kämen.
Sorgen bereitet Oltmann auch die Sanierung des Bereichs Neufeld II. Dort saniert die Gemeinde zwar die Straßen, die angrenzenden Parkplätze gehören allerdings der Eigentümergemeinschaft. Auch hier ist nun unklar, wie die Privatinvestitionen umgesetzt werden können.
„Wir haben gezielt für private Investitionen im Rahmen der Dorferneuerung geworben – und nun werden die Spielregeln geändert“, kritisiert Oltmann.
Der NSGB fordert, die Kürzung der Mittel zurückzunehmen. „Sie schadet den Dörfern, die besonders unter dem wirtschaftlichen und demografischen Wandel zu leiden haben“, sagt der Beigeordnete Meinhard Abel vom NSGB. „Der häufig einseitigen Ausrichtung der Politik auf die großen Städte muss mit einer Stärkung des ländlichen Raums dringend entgegengewirkt werden“, so Abel.
Wie berichtet, ist Sande im Jahr 2007 in das mehrjährige Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Zahlreiche Projekte wurden bereits umgesetzt. Das Programm umfasst neben dem Ortskern und Neufeld II unter anderem auch den Bahnhof und den alten Bahndamm durch Sande, der nach dem Bau der Bahnumfahrung stillgelegt werden soll, sowie die Hofstelle Altmarienhausen und das Gelände des Nordwest-Krankenhauses.
Nicht betroffen von der drohenden Kürzung ist das Sanierungsprojekt in Neustadtgödens. Es wird Oltmann zufolge mit anderen Mitteln gefördert.
