• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Flughafen London Gatwick lahmgelegt

20.12.2018

London/Stuttgart (dpa) - Der Londoner Flughafen Gatwick ist auch am Donnerstag nach Drohnensichtungen weiter gesperrt geblieben. Das teilte Europas siebtgrößter Airport per Twitter mit.

Passagiere wurden aufgerufen, nicht anzureisen, ohne sich vorher bei ihrer Airline zu versichern, dass ihr Flug tatsächlich stattfindet.

Die Polizei in der Grafschaft Sussex bezeichnete die Störungen als "absichtliche Handlung", die sie mit allen verfügbaren Mitteln unterbinden werde. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es keine.

An mehreren Flughäfen im Südwesten Deutschlands wurden unterdessen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, nachdem es am Mittwoch Berichte über Ausspähversuche am Flughafen Stuttgart gegeben hatte.

In Gatwick waren am Mittwochabend alle Starts und Landungen bis auf Weiteres ausgesetzt worden, nachdem eine Drohne über dem Flugfeld gesichtet worden war. Viele Passagiere saßen stundenlang in ihren startklaren Maschinen fest, während ankommende Flugzeuge zu - teils hunderte Kilometer entfernten - Flughäfen umgeleitet wurden. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags war der Betrieb kurzzeitig wieder aufgenommen worden, dann aber erneut gestoppt worden.

Die Drohne sei in der Nacht zu Donnerstag "aufgetaucht und verschwunden, aufgetaucht und verschwunden", sagte Flughafenchef Chris Woodroofe dem Sender Sky News am Morgen. "Während ich hier stehe und wir sprechen, ist eine Drohne über meinem Flugfeld", so Woodroofe.

Einem Flughafensprecher zufolge sollen allein am Mittwochabend 10 000 Passagiere von den Störungen in Gatwick betroffen gewesen sein. Weitere 110 000 Menschen sollten am Donnerstag entweder von dem zweitgrößten britischen Airport aus abreisen oder an dem Flughafen ankommen.

Behinderungen durch Drohnen sind auch an deutschen Flughäfen alles andere als unbekannt. Der Deutschen Flugsicherung (DFS) zufolge wurden in diesem Jahr bis einschließlich November 152 Behinderungen gemeldet. Im bisherigen Rekordjahr 2017 waren es nur 88 Fälle.

Hintergrund für die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in Stuttgart und weiteren Flughäfen im Südwesten waren Erkenntnisse, wonach mehrere Personen versucht haben sollen, die Abläufe auszuspähen. Betroffen seien die Flughäfen Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Mannheim. "Dabei setzt die Polizei insbesondere auf Präsenz- und Kontrollmaßnahmen", teilte das für Stuttgarts Airport zuständige Polizeipräsidium Reutlingen am Donnerstag mit. "Die Einsatzkräfte führen dabei die Maschinenpistole bei sich und tragen ballistische Schutzausstattung."

Die Hinweise kamen von französischen Behörden, wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart aus Sicherheitskreisen erfuhr. Vor einer Woche sei schon in Paris der Airport Charles de Gaulle ausgespäht worden. Die Lage am Flughafen Stuttgart ist nach einer dpa-Umfrage wohl ein Einzelfall. Es gab an den Flughäfen in Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main und Düsseldorf keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wegen möglicher Ausspähversuche, wie sich bei Anfragen dort herausstellte.

Die Maßnahmen an den Flughäfen seien eine "reine Vorsichtsmaßnahme", teilte die Polizei mit. "Derartige Hinweise oder Vorkommnisse gibt es immer wieder, vor allem um die Weihnachtszeit." Die Polizei bat um Hinweise, falls jemand etwas Verdächtiges beobachten sollte.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.