DüNGSTRUP - Hergen Stolle ist neuer Vorsitzender des Heimatvereins Düngstrup. Einstimmig wurde der 46-jährige Holzhauser bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Vereinslokal Schönherr in Düngstrup zum Nachfolger von Hans Günter Voß (72) gewählt. Er engagierte sich mehr als 24 Jahre im Vorstand, davon zwölf Jahre als Vereinsvorsitzender.
Voß dankte allen Mitgliedern für die Unterstützung – auch wenn es mit den Bränden der Schafkoben in Holzhausen sowie (am vergangenen Sonntag) am Pestruper Gräberfeld schwere Stunden gegeben habe. Mit einem Korb voller Frühlingsblumen, Bildern von den Auftritten beim Go-Gericht auf dem Desum sowie einem Reisegutschein bedankten sich Stolle, seine Stellvertreterin Petra Maas und Sprecher Gerd Hespe-Meyer bei Voß und seiner Frau Helga. Hespe-Meyer präsentierte per Beamer Bilder von wichtigen Wegmarken aus der Ära Voß: Dazu zählen das Glockenspiel, das Archiv des Heimatvereins, das neue Kobendach in Holzhausen, die 100-Jahr-Feier des Heimatvereins, die Chronik, der Wiederaufbau des Schafkobens in Holzhausen und das Denkmal „Stadt und Land“ auf dem Stellmacherplatz.
2000 Euro für die Stiftung
Auf Antrag der Kassenprüfer Elli Beier und Gerd Eilers war dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt worden. Stolle dankte nach seiner Wahl für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. In seiner auf Platt gehaltenen Antrittsrede wies er auf die besondere Rolle von Traditionspflege und Brauchtum hin. Entsetzt zeigte er sich über den Brand des Schafkobens in Pestrup. Er habe sich gewünscht, als Vorsitzender eine andere „erste Aufgabe“ angehen zu können. „Wir sind schließlich kein Schafkoben-Wiederaufbauverein“, meinte Stolle.
Wie Hespe-Meyer sagte, habe die Versicherung bereits einen „Totalschaden“ am ausgebrannten Schafkoben festgestellt. Einen Großteil der Wiederaufbaukosten werde die Versicherung tragen. Gemeinsam mit einem Experten müsse aber noch geklärt werden, ob die Grundmauer weiterhin ausreichend sei. Daher stünde der Kostenrahmen noch nicht fest. Der Heimatverein überlegt, einen Teil der Spenden für den Wiederaufbau in eine Video-Überwachungsanlage – auch am Schafkoben in der Holzhauser Heide – zu investieren. Stolle rief alle Mitglieder auf, beim Wiederaufbau des Pestruper Schafkobens mit anzupacken.
Einstimmig entschieden die Mitglieder zudem, das rund 6000 Quadratmeter große Grundstück des Kobens in Pestrup zu kaufen. Es gehört bislang der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wildeshausen. Wie Franz Duin vom Gemeindekirchenrat der Versammlung erläuterte, entstünden der Gemeinde durch die Verkehrssicherungspflicht hohe Kosten. Auch die Staatsforst habe Interesse an der Fläche gezeigt. Aber aufgrund der guten Zusammenarbeit habe der Gemeindekirchenrat einstimmig entschieden, es dem Heimatverein anzubieten. Der Kaufpreis beträgt 2000 Euro. Das Geld soll in die Stiftung der Alexanderkirche fließen. Der Oberkirchenrat in Oldenburg muss dem Verkauf noch zu stimmen.
Ein Teil des Vorstands musste neu gewählt werden: 2. Schriftführerin bleibt Anke Johannes, 2. Kassenwart Rolf Ellerhorst. Anstelle von Gerd Eilers rückt Gerd Schulte als Kassenwart nach.
