Düngstrup - Der Vorstand der Wildeshauser Nieberding-Stiftung will bis Ende Januar darüber befinden, ob er sich weiterhin mit alternativen Geldanlagen befassen will. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Beirat der Stiftung – der identisch mit dem Stadtrat ist – auf seiner Sitzung in Düngstrup. Evelyn Goosmann (SPD) hatte dies unter Hinweis auf notwendige Beratungen in den Fraktionen beantragt.
Bernd Lögering, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung für den Landkreis Oldenburg, hatte zuvor über die Erfahrungen der Stiftung bei Geldanlagen berichtet. So gehöre die Naturschutzstiftung seit einiger Zeit dem Verein „Natur-Netz Niedersachsen“ (NNN) an. Federführend sei hier die Bingo-Umweltstiftung. Für die Geldanlage würden daher Kriterien gelten, die dem Umweltgedanken nicht zuwider laufen. Dank der Vereinbarung mit einem großen Geldinstitut sei in diesem Jahr eine Rendite von 3,7 Prozent erreicht worden. „Wir sind ziemlich zufrieden“, so Lögering unter Hinweis auf andere Anlageformen, die deutlich weniger Gewinn abwerfen.
Kämmerer Thomas Eilers meinte, der Beirat der Nieberding-Stiftung müsse grundsätzlich darüber nachdenken, ob er ein professionelles Vermögensmanagement überhaupt wolle. Frank Stöver (CDU) bat zu überprüfen, ob andere Geldanlagen laut Satzung überhaupt zulässig seien. Auch Thomas Johannes (UWG) mahnte zusätzliche Informationen an.
Einstimmig billigte der Beirat der Nieberding-Stiftung den Jahresabschluss 2016. Er weist einen Überschuss von 54 619 Euro aus. Die Summe der ordentlichen Aufwendungen liegt bei 122 361 Euro. Das Rechnungsprüfungsamt hatte den Verantwortlichen attestiert, dass nach den geltenden Vorschriften verfahren wurde.
Für das neue Haushaltsjahr plant der Vorstand der Stiftung mit einer Bilanzsumme von 1,83 Millionen Euro; davon allein 1,06 Mio. Euro aus Sachvermögen. Die Summe der ordentlichen Erträge soll bei 132 300 Euro liegen. Investitionen plant die Stiftung in diesem Jahr nicht.
