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Versammlung Anlieger machen Unmut über Kosten Luft

Stephanie Bremer

DüNGSTRUP - Die Dorferneuerung Auetal/Pestruper Heide ist bereits mit einer Förderung von eine Million Euro genehmigt worden.

Im Rahmen einer Bürgerversammlung erklärten Eckhart Mumm und Susanne Plaspohl-Rademaker vom Planungsbüro Mumm und Partner am Dienstagabend in der Gaststätte Schönherr in Düngstrup Förderrahmen, Planungsinhalte sowie Informationen insbesondere zu den privaten Maßnahmen und deren und Umsetzung der Dorferneuerung. „Im Mittelpunkt steht hier die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes“, so Eckhart Mumm, der stellvertretend auch für die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Oldenburg (GLL) sprach, die sich entschuldigen ließ.

Bürgerwünsche wichtig

Bislang wurden 150 öffentliche Maßnahmen zusammengetragen, die bis zu 50 Prozent, mindestens aber mit 5000 Euro, gefördert werden. Eine Ausschilderung von Wander- und Fußwegen sowie eine Verbesserung der Informationstafeln gehören zu den Planungen. „Dieser Wunsch wurde durchweg aus allen Bauerschaften geäußert“, so Mumm. Die Anregungen zu einer besseren Busverbindung würden weiter verfolgt. Bereits am Montag begonnen worden ist mit den Bauarbeiten für den Buswendeplatz in Holzhausen (die

NWZ

berichtete). Zu Unmut bei den Bürgerinnen und Bürgern führte vor allem die Tatsache, dass ein Teil der verbleibenden Kosten, beispielsweise für Straßensanierungen, durch Anliegergebühren beglichen werden sollen. „Diese Satzung wird sicherlich zum Zuge kommen. Doch es darf nicht vergessen werden, dass die Förderung schon ein großer Vorteil ist“, so Ulrich Fortmann, Leiter des Bauamtes und Ansprechpartner zur Dorferneuerung.

Allerdings betonte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi bei der Versammlung, dass alle Planungen mit den Bürgern abgestimmt werden. „Die Dorferneuerung soll im Sinne des Bürgers geschehen, dessen Wünsche somit auch berücksichtigt werden müssen“, so Shahidi. „Sonst wären die Planungen verfehlt.“

Zu den privaten förderungsfähigen Maßnahmen gehören „Sanierungen, die die gesamte Außenhaut des Gebäudes betreffen“, aber auch Zäune und Hecken. Zudem werden Sanierungen von Dachflächen und Wärmedämmungen genehmigt. Voraussetzung ist der ortsbildprägende Charakter des Hauses. „Das Gesicht des Gebäudes soll allerdings erhalten bleiben“, so Susanne Plaspohl-Rademaker.

Frist von drei Monaten

Eine Dacherneuerung plant auch Familie Fasche aus Lüerte. „Der älteste Teil des Wohnhauses stammt aus dem Jahr 1889. Die Zementpfannen des Anbaus passen nicht zu den alten dunklen Tonpfannen“, so Helga Fasche. Bei Antragsgenehmigung kann die Familie mit einer Unterstützung von bis zu 30 Prozent rechnet, wobei die Mindestförderung mit 2500 Euro festgesetzt wurde. Nach der Bewilligung muss die Umsetzung der Antragssteller innerhalb einer Frist von drei Monaten angegangen werden. Über das Interesse der Bürger freute sich neben Eckart Mumm auch Bürgermeister Shahidi: „Es ist wirklich toll, dass die Bürger immer kräftig mitwirken.“

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