DüNSEN - Misstöne im Dünsener Gemeinderat: Am vom Rat gewünschten Durchgang für einen Rundwanderweg ab dem Sportfunktionsgebäude auf dem ehemaligen Muna-Gelände hat sich Streit entzündet. Egon Hehr, Mitglied des SC Dünsen, übte in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ratssitzung harsche Kritik an dem Plan und attackierte verbal teils so, dass er zur Ordnung gerufen wurde. In einer an den Bürgermeister gerichteten Erklärung hatte er aufgefordert, „dieses Vorhaben zu verhindern“. Hintergrund: Im April hatte der Rat beschlossen, den Durchgang herzustellen und dafür einen alten Trampelpfad am Muna-Zaun ins Auge gefasst, der inzwischen aber von einem Wall aus aufgeschütteten Grünabfällen und Geäst blockiert wird. Wie Bürgermeister Hartmut Post berichtete, werde der Wall vom Landkreis nur „geduldet“, weitere Ablagerungen seien untersagt.

Hehr wehrt sich gegen den Rundwanderweg und hatte gut 70 Unterschriften dagegen gesammelt. Die Wald- und Wiesenflächen, die Wanderern zugänglich gemacht werden sollen, seien „das einzig verbliebene ungestörte Rückzugsgebiet mit Weidefläche“ für Hochwild. Nach Schaffung der Schrankenanlage, so Hehr in seinem Schreiben weiter, „setzte ein unkontrollierter Verkehr vom Parkplatz ausgehend in die Wald- und Wiesenflächen der Muna ein“.

Hartmut Post bemängelte die Form der Unterschriftenliste: Teils seien Namen nicht lesbar, die Adressen fehlten.