DüSSELDORF - Der konjunkturelle Aufschwung hat die Zahl der Firmenpleiten in der ersten Jahreshälfte 2011 kräftig sinken lassen. Dank der stabilen Wirtschaftslage traf die Pleite von Januar bis Ende Juni 11,1 Prozent weniger Firmen (nämlich 14 960) als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Privatinsolvenzen ging im ersten Halbjahr 2011 zurück um 5,1 Prozent auf 51 300.
Die gute Konjunktur bremst die Insolvenzentwicklung sichtbar, sagte der Vorstand des Neusser Wirtschaftsinformationsdienstes Creditreform, Helmut Rödl, am Montag in Düsseldorf. Vor allem der Mittelstand habe davon im ersten Halbjahr 2011 profitiert.
Nur wenige große Unternehmen waren bis zur Jahresmitte von Zahlungsunfähigkeit betroffen. Spektakuläre Insolvenzen sind ausgeblieben, sagte Rödl. Zu den Betroffenen zählten der Energieanbieter Teldafax und die Krankenkasse City BKK. Besonders anfällig waren im ersten Halbjahr 2011 kleine Firmen, etwa Dienstleister wie Umzugsunternehmen und Detekteien.
