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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Black Friday“ lockt Schnäppchenjäger

24.11.2017

Düsseldorf /Oldenburg Es geht um ein Milliardengeschäft: Der Schnäppchen-Tag „Black Friday“ (Schwarzer Freitag) wird in seinem Ursprungsland USA an diesem Freitag wieder Millionen Menschen in die Geschäfte und Onlineshops locken. Dieses Handels-Phänomen macht sich auch zunehmend in Deutschland breit – wie auch der „Cyber-Monday“ am kommenden Montag“ und seit vielen Jahren schon Valentinstag und Halloween.

Der Handelsverband Deutschland rechnet damit, dass die Schnäppchentage an diesem Freitag und dem darauffolgenden Montag für zusätzliche Umsätze von rund 1,7 Milliarden Euro sorgen.

Für den Marketingexperten Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU steht fest: „Black Friday und Cyber Monday sind heute schon sehr wichtig für den Handel – und sie werden immer wichtiger. Wir haben gesättigte Märkte. Da braucht man solche Anlässe, damit die Leute mehr kaufen.“

Amerikaner haben beim Black Friday – im Gegensatz etwa zu Deutschen – ein klare Orientierung: Der schwarze Freitag liegt stets auf dem Tag nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving, in diesem Jahr der 24. November. Für die Amerikaner ist das ein Brückentag, den sie gern für Weihnachtsshopping nutzen. Für die Händler signalisiert er den Start in die heiße Phase des Geschenkegeschäfts.

Auch immer mehr Händler in Deutschland sind bei dem Rabattmarathon dabei. Die Elektronikmarktkette Saturn lockt gar mit einer „Black Week“, bei Rewe gibt es ein „Black Weekend“.

In Oldenburg beteiligt sich beispielsweise der Buchhandel Bültmann & Gerriets mit einer Aktion am „Black Friday“. Es gehe um Teile des nicht preigebundenen Sortiments, erläuterte der kaufmännische Leiter Ulrich Bosselmann – also etwa Kalender, Hörbücher, englische Bücher. 20 Prozent vom jeweiligen Kaufpreis werde als Spende an Terre des Hommes gehen. Im regionalen Handel gibt es diverse weitere Aktionen.

Nicht alle Experten sind erfreut über den „Black Friday“ und ähnliche Aktionen. „Der Kunde freut sich zwar“, weiß Jan König, Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Nordwest (Oldenburg). Solche Aktionen könnten in der Summe aber ein Riesenproblem werden – als „Abwärtsspirale bei den Preisen“ und beim Wert von Marken. Vom „reinen Verdrängungswettbewerb“ profitierten wenige..