„Verzicht auf Baumernte gefordert“, Bericht über gemeinsame Forderung von Umweltverbänden, NWZ  vom 7. November

Das Elmendorfer Holz ist ein Wald, der in unterschiedlichen Epochen von Menschen gepflanzt wurde, die letzten Abschnitte wurden vor etwa zehn Jahren neu angepflanzt. Gepflanzt wurden schon immer und werden auch heute noch 10 000 junge Pflanzen (Eichen) pro Jahr pro Hektar, damit die Bäume das Fahnenkraut und andere Konkurrenten schnell beschatten und überleben.

Nach 200 Jahren braucht jede Eiche 100 Quadratmeter Fläche, damit die Baumkronen sich beim Sturm nicht gegenseitig beschädigen, der Wurzelbereich genügend Platz hat und diese alten Bäume gesund bleiben. Das bedeutet, von ursprünglich 10 000 Pflanzen/Hektar können nach 200 Jahre nur noch 100 Bäume je Hektar überleben. 9900 Bäume müssen also absterben oder in 200 Jahren entnommen werden.

Wer mit offenen Augen durch das Elmendorfer Holz geht, sieht diese verschiedenen Bereiche besonders im Bereich der Hosüne, aber auch in der Nähe der Kirche, Abschnitte, in denen noch etwa 400 Bäume je Hektar und mehr im Bestand sind.

Wie man vor dieser Tatsache einen Verzicht auf Durchforstung fordern kann, ist mir unverständlich, wenn man den Wald erhalten will. Diejenigen haben mit Sicherheit noch keinen Wald über Jahrzehnte beobachtet und begleitet.

Im Bereich des geforderten Schutzbiotops spielen zur Zeit einmal wöchentlich die Kinder des Kindergartens Elmendorf. Folge dieser Forderung kann nur sein, dass das Ganze Gebiet weiträumig hoch eingezäunt und für die Öffentlichkeit gesperrt wird, um Unfälle durch morsches Holz zu verhindern.


Jan-Dieter Osmers Helle