DYKHAUSEN - „Das Dorfleben ist in Ordnung“, betonte Reimer Klappstein, Vorsitzender im Bürgerverein Dykhausen. Anlässlich der Jahreshauptversammlung am Freitagabend kamen allerdings Probleme zur Sprache, die aus Sicht der Bürger von außen an das Dorf herangetragen werden: Es ging um die Erweiterung des Windparks am Ems-Jade-Kanal und um den Kavernenbau in Etzel, der ebenfalls die Gemeinde Sande tangiert und – so fürchten Kritiker – durch Bodenab- senkungen zu Schäden führen könnte.
Bei einer Erweiterung des Windparks befürchten die Bürger Probleme mit Lärm und mit Schattenwurf. Bürgermeister Josef Wesselmann, der die Versammlung besuchte, erklärte, dass es hier noch keine weiteren Pläne gebe. Die Bürger aus Dykhausen wollen wachsam bleiben und notfalls Einspruch einlegen. Klappstein sieht den Entwicklungen optimistisch entgegen: Er sei sicher, dass sich gute Lösungen finden ließen.
Weniger optimistisch zeigten sich die Bürger bei den Planungen zum Kavernenbau. Hier werden nicht nur Bodenabsenkungen und Schäden auf Dorfgebiet sowie beim Schloss Gödens befürchtet, sondern man misstraut auch der Technik selber. Es könne zu Gefährdungen durch die Einlagerung des Gases kommen, zum Beispiel durch ungeplante Gasaustritte. Wesselmann erklärte, auch die Gemeinde stehe dem Vorhaben kritisch gegenüber. Bürger aus Dykhausen befürchten indes, dass angesichts der angespannten Haushaltslage die Aussicht auf höhere Steuereinnahmen die Stellungnahmen im Planfeststellungsverfahren beeinflussen könnte. Man will nun erst einmal die Informationsveranstaltung am 20. Februar im Rathaus besuchen.
Bei den Wahlen ergaben sich keine Veränderungen. Reimer Klappstein wurde als 1. Vorsitzender bestätigt, Thorsten Kujath ist sein Stellvertreter. Stefan Staßig bleibt Schriftführer, Gerd Gerber ist Kassenwart. Im Festausschuss arbeiten Ilka und Thorsten Amman sowie Anne Klappstein.
