ECKFLETH - Mit den Jagdsignalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ eröffneten die Jagdhornbläser die Jahreshauptversammlung des Hegerings Moorriem im Eckflether Kroog. Bevor Hegeringsleiter Wolfgang Timme das Jahr Revue passieren ließ, zeichnete er Jäger Heinrich Gerhard Koopmann mit der Ehrennadel aus. Für seine 60-jährgige Zugehörigkeit im Hegering wurde Koopmann zum Ehrenmitglied ernannt.
Timme betonte den starken Rückgang von Niederwild wie Fasane und Rebhühner. Timme verwies auf einen freiwilligen Jagdverzicht. „Die Gründe sind vielfältig. Maismonokulturen sind kein Ersatz für Weizen- und Kartoffelfelder, die dem Niederwild Nahrung bieten. Auch der Greifvogelschutz wirkt sich kontraproduktiv aus.“ Beim Hegering würden allerdings alle 18 Reviere schonend bejagt, so dass mit einer Erholung der Bestände gerechnet werden könne. „Das trockene Frühjahr ist den Junghasen gut bekommen, im Herbst mussten wir uns aber fragen, wo sie alle geblieben sind“. Zur Strecke kamen im Hegeringsbereich 430 Hasen (minus 80), davon waren 140 Fallwild. Zur Strecke kamen 133 Stück Rehwild, davon 33 Stück Fallwild. Die Anbringung von Wildreflektoren hätte sich positiv auf die Fallwildzahlen ausgewirkt, stellte Timme fest. Weiter verzeichnet der Streckenbericht 82 Füchse, davon 8 Fallwild. Timme riet den Jagdgenossen, die Füchse weiter „gut zu bejagen“. Zurzeit verfüge der Hegering Moorriem über 35 gut ausgebildete Gebrauchshunde, berichtete Hundeobmann Hans-Gerd Lahmeyer. Angemeldet hat der Hegering seine Teilnahme am „Historischen Stadtfest“ im Juni in Elsfleth und am „Tag der Vereine“ am 10. November in der Stadthalle. Aus der Kreisjägerschaft Wesermarsch berichtete Kreisjägermeister Eckardt Busch. Wiedergewählt wurde einstimmig der Vorstand: 1. Vorsitzender Wolfgang Timme, 2. Vorsitzender Jan Kleihauer, Schrift- und Kassenwart Hans-Dieter Osterthun, Schießwart Rolf Heinemann, Hundeobwart Hans-Gerd Lahmeyer, Öffentlichkeits-, Bläser- und Naturschutzobmann Siegfried Rönisch.
