ECKFLETH - Längst vorbei sind die Vereinsturbulenzen, die im Frühjahr 2010 die Moorriemer Reiter in Wallung brachten. Dass der Traditionsverein „Moorriemer Reitclub“ durchaus nicht „lahmt“, zeigte sich am Sonnabend und Sonntag beim Herbstturnier in der Eckflether Reithalle.
„Mit über 640 Nennungen sind wir an der Schmerzgrenze der zeitlichen Kapazität“, sagte der Vereinsvorsitzende Karl-Hermann Gillhaus: „Solch ein gut besuchtes Turnier will exakt vorbereitet werden und braucht viele freiwillige Helfer. An der Bereitschaft unter den Vereinsmitgliedern mangelt es leider von Jahr zu Jahr immer mehr.“
Dennoch klappte an beiden Tagen alles wie am Schnürchen, über 16 Wettbewerbe haben die Preisrichter zu richten, allein am Sonnabend waren im Wettbewerb der Dressur-Klasse A etwa 100 Nennungen verzeichnet. „Am Sonnabend haben wir um 7 Uhr morgens begonnen“, berichtet Gillhaus weiter, „der letzte Wettbewerb wurde um 21.30 Uhr abgeschlossen. Die Prüfungen am Sonntag starteten ebenfalls um 7 Uhr, gegen 17 Uhr rechnen wir mit der letzten Siegerehrung.“
Zu den jüngsten Helferinnen zählt an beiden Tagen die sechsjährige Sophia aus Großenmeer. „Ich hab mit zwei Jahren mit dem Reiten in Moorriem angefangen“, erzählt sie stolz. An den Turniertagen hat sie eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Sie steht im Anhänger vor der Wertungstafel und notiert sorgfältig die Punktzahlen der Reiter. „Ich muss die Reiter vom Abreitplatz aufrufen, wenn sie dran sind, und danach die Wertungsnoten aufschreiben“, sagt Sophia und zückt den Filzstift.
„Eine gute Raumaufteilung und eine sehr fantasievolle Kür“ loben die Wertungsrichter die Darbietung von Michaela Blocke und Bärbel Schäfftlein in Paar-Kür Dressur. Zu den irischen Klängen des „Lord of the Dance“ überzeugt das Duo nicht nur mit seiner Kür. Passend zu ihren zauberhaften Kostümen haben die Reiterinnen ihre Pferde mit Bändern und Farben herausgeputzt. Als Sieger geht das Gespann schließlich aus dem Wettbewerb hervor, während vor der Halle die sechsjährige Mirja auf ihrem Mini-Shettie „Nebelstern“ auf den Führzügelwettwerb wartet. Einen Preis hätte „Nebelstern“ allein für seine Ausschmückung verdient: welches Pony trägt schon rote Moosröschen in der Mähne?
