ECKFLETH - „Busfahren ist wie eine unheilbare Krankheit“, sagt der Moorriemer Busfahrer Günter Rüthemann. Nichts liege ihm jedoch ferner, als von diesem „Gebrechen“ zu genesen.

Seit 50 Jahren ist Rüthemann Mitarbeiter des Eckflether Busunternehmens Klaus-Theo Wiards, eine Firmentreue, die heute nicht mehr selbstverständlich ist.

Doch selbstverständlich war aber, dass die Familie Wiards, Mitarbeiter, Familie, Freunde und Nachbarn ihrem 68-jährigen Jubilar am Mittwoch einen „großen Bahnhof“ mit einer zünftigen Jubiläumsfeier bereiteten.

Im zarten Alter von 18 Jahren stieg Günter Rüthemann 1959 in den damals noch landwirtschaftlichen Lohnbetrieb ein und saß zunächst auf dem Bock von Unimogs und anderen großen Zugmaschinen. Als aus dem Lohnbetrieb Wiards später ein Reiseunternehmen geworden war, lenkte er Reise- und Schulbusse, deren Insassen von Günter Rüthemann stets sicher an ihr Ziel gebracht wurden.

Wie viele Kilometer er wohl in einem halben Jahrhundert als Busfahrer zurückgelegt hat? Günter Rüthemann lacht: „Die Kilometer habe ich ganz bestimmt nicht alle gezählt. Sagen wir, es waren ein paar Mal rund um die Erde“.