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Butjadinger Geschichte Einst modernster Anleger der gesamten Nordseeküste

Detlef Glückselig

Eckwarderhörne - Im Gegenlicht, im Licht der untergehenden Sonne, umwabert von Nebel und Dunst – die Überreste des alten Fähranlegers in Eckwarderhörne gehören zu den beliebtesten Motiven, auf die vor allem ambitionierte Fotografen ihre Kameras richten. Die vier mitunter fast futuristisch aus dem Wasser ragenden Betonpfeiler waren Teil eines imposanten Bauwerks, das seinerzeit als das modernste seiner Art an der gesamten Nordseeküste galt.

Eingeweiht im Mai 1909

Wie Adolf Blumenberg in seiner Butjadingen-Chronik schreibt, war mit dem Bau des Anlegers in Eckwarderhörne 1907 begonnen worden. Im selben Jahr wurde das Dampfschiff „Dr. Ziegner-Gnüchtel“ in Dienst gestellt, dem bald noch die „Eckwarden“ folgte. Bei der neuen Brücke, an der diese Schiffe bald anlegen sollten, handelte es sich um eine 130 Meter lange und 4 Meter breite Eisenkonstruktion, die auf den Stützpfeilern ruhte.

Im November 1908 hatte die Montage begonnen, am 5. Mai 1909 konnten die Dampfer zur Jungfernfahrt ablegen. Die Passagiere bestaunten dabei nicht nur den Anleger selbst, sie feierten auch dessen Beleuchtung – die Lampen wurden mit Spiritus gespeist.

Auf der Brücke verliefen die Schienen der Butjenter Bahn, so dass die Züge bis direkt an die Schiffe heranfahren konnten. Verladen wurde unter anderem Schlachtvieh für Wilhelmshaven. Solche Lieferungen gingen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg über den Jadebusen – immer montags, wie Chronist Adolf Blumenberg vermerkt.

Natürlich beförderten die Schiffe auch Passagiere – zum Beispiel solche, die mit der „Eckwarden“ Ausflugsfahrten unternahmen. Nach der kleinen Seereise konnten sie in die Strandhalle einkehren, die damals noch am landseitigen Ende der Brücke auf dem Deich stand.


Zerstört durch Eisgang

Zudem nutzten ab 1909 nach einer entsprechenden Anweisung alle Militärs für Reisen zwischen Wilhelmshaven und Bremerhaven die Butjadinger Bahn und die Fähre über den Jadebusen, so dass am Anleger viel Betrieb herrschte. Indes wurde bereits Anfang der 50er Jahre die Hullmann-Schlenge als neuer Anleger hergerichtet. Die endgültig letzte Stunde des alten Anlegers schlug, als er im Winter 1956 durch Eisgang komplett zerstört wurde

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