Drantum - Die Landkreise Cloppenburg und Vechta lassen derzeit ein gemeinsames Verkehrskonzept erstellen. Ziel ist es, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu analysieren und diesen den Bedürfnissen der Menschen vor Ort anzupassen. Als Pilotprojekt hat der Kreisverkehrsausschuss einen einjährigen Probelauf einer Busverbindung von Vechta und von Cloppenburg zum Ecopark einstimmig beschlossen.
Hintergrund des Vorschlags war eine Anfrage des Zweckverbandes Ecopark, eine ÖPNV-Anbindung zu schaffen. Diese stelle laut Geschäftsführer Uwe Haring ein gewichtiges Entscheidungskriterium in Bezug auf Neuansiedlungen von Unternehmen dar. Wie weit ist das Projekt gediehen?
Der Ecopark meldet Vollzug: Seit Mitte September fahren Busse von den Bahnhöfen Cloppenburg und Vechta morgens in den Ecopark und nachmittags zurück. Strecken und Zeiten wurden nach einer Umfrage unter den Beschäftigten im Ecopark bedarfsgerecht geplant. Ermöglicht wird das neue Angebot vor allem dank einer Finanzierung durch den Landkreis Cloppenburg. Die Kosten belaufen sich auf maximal 90 000 Euro – wobei jedes verkaufte Ticket das mögliche Minus mindert.
Die Fahrt von Cloppenburg über Höltinghausen, Halen und Emstek dauert 27 Minuten. Von Vechta braucht der Bus über Langförden, Schneiderkrug und Bühren 23 Minuten bis in den Drantumer Ecopark. „Damit sind die Busse eine echte Alternative zum Pkw“, erklärt Andreas Korthaus. Der Geschäftsführer von Hanekamp Busreisen (Cloppenburg) verweist außerdem auf reichlich Stauraum. „So können auch Fahrräder mitgenommen werden.“
Leo Wilmering vom gleichnamigen Busbetrieb aus Vechta verweist auf die Synchronisation mit den Taktzeiten der Nordwestbahn: „Damit können auch Beschäftigte aus den Regionen Oldenburg, Bremen oder Osnabrück den Ecopark per ÖPNV erreichen.“ Die ersten Busse starten um 6.10 Uhr in Cloppenburg und um 6.35 Uhr in Vechta, die letzte Tour zum Feierabend endet um 17.23 Uhr in Vechta und um 17.42 Uhr in Cloppenburg.
Für Haring sind die neuen Buslinien ein weiteres Angebot der Mitarbeiterorientierung: „Gerade Betriebe mit Auszubildenden haben sich für die Anbindung stark gemacht.“ Derzeit beschäftigen die 20 Unternehmen am Standort mehr als 650 Mitarbeiter. Mehrere Neuansiedlungen und Erweiterungen lassen erwarten, dass die Zahl bald deutlich höher liegt.
