EDEWECHT - Um Energiefragen ging es bei einem Gespräch, zu dem die EWE und der stellvertretende Edewechter Bürgermeister und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Jörg Brunßen eingeladen hatten. An dem Erfahrungsaustausch in den Räumen der Edewechter Abwasserreinigungsanlage nahmen neben EWE-Vertretern und Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch auch die Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller, der Dekan des Fachbereichs Wirtschaft an der Jade-Hochschule Wilhelmshaven, Prof. Dr. Gerd Hilligweg sowie Andreas Keller von der Universität Oldenburg auch Studierende aus Oldenburg und Wilhelmshaven teil.
Alwin Schlörmann, Leiter der EWE-Geschäftsregion Oldenburg-Varel, und Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch verwiesen darauf, dass es in Edewecht seit 20 Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen der EWE, die die örtliche Abwasseranlage betreibe, und der Gemeinde gäbe. Auf der Edewechter Anlage würde heutzutage längst nicht mehr nur Abwasser gereinigt, sondern es auch würde auch Energie produziert (z.B. durch die Verbrennung von Klärgas). Wie Gerhard Mauer, Geschäftsführer der Firma EWE Wasser (einer hundertprozentigen Tochter der EWE), und seine Kollegin Kerstin Kuwan, Vertriebs- und Marketingmitarbeiterin bei EWE Wasser, ausführten, bliebe die (ressourcenschonende und bezahlbare Abwasserreinigung zwar das Hauptanliegen. Im Zeichen der Energiewende und des ressourcenschonenden Umgangs mit Energie würde jedoch verstärkt darüber nachgedacht, wie man mittels optimal eingestellter Technik bei der Abwasserreinigung noch effizienter arbeiten könne. Gleichzeitig gäbe es Überlegungen, wie Abwasser als Rohstoff genutzt und wie man Energiemengen speichern könne.
In der Diskussion ging es u.a. darum, wie die Energiewende nach dem angestrebten Verzicht auf Atomkraft durch einen Energiemix gelinge. Wie BDEW-Bundesvorsitzender Müller ausführte, würden Photovoltaikanlagen derzeit zwar sehr stark gefördert, doch nur einen geringen Teil der benötigten Energie liefern. Ausbaufähig sei gerade der Nordwesten als Standort für Windkraftanlagen. Gesprochen wurde auch über Biogasanlagen. Jörg Brunßen und Petra Lausch machten deutlich, dass Gemeinden baurechtlich mehr Möglichkeiten benötigten, um die Zahl von Biogasanlagen beeinflussen zu können. Der Bau vieler Biogasanlagen führe zu großen Flächendruck bei Milchviehbetrieben, weil Flächen immer mehr für den Maisanbau genutzt würden.
