EDEWECHT - Fünfzehn Jugendliche und junge Erwachsene aus Europa und Asien werden in den nächsten 14 Tagen im Alten- und Pflegeheim Edewecht arbeiten. Neben der Begleitung von Senioren sollen die Teilnehmer des „Work-Camps“ 2012 des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (IJGD) gezielt auch in der Projektarbeit eingesetzt werden.
Jetzt wurden die Teilnehmer des IJGD von Bürgermeisterin Petra Lausch persönlich begrüßt. Sie hob in ihrer kurzen Ansprache die „wertvolle Arbeit zwischen Jung und Alt“ hervor. „Sowohl die jungen Gäste als auch die Senioren werden hier durch die Zusammenarbeit viel Nähe erfahren“, ist sich die Bürgermeisterin sicher.
In ihrer täglichen Arbeit werden die jungen Menschen von Pflegedienstleiterin Rena Riesener, ihrer Stellvertreterin Heide Werner und der Ergotherapeutin Daniela Rose-Siemer unterstützt. Bei der Projektarbeit soll ein „asiatisches Beet“ im Außenbereich angelegt werden. Dabei erfahren die Gäste Hilfe und Anleitung durch Bernhard Bohemann und Hausmeister Günter Sinz. Mit dem Blumenbeet soll in diesem Jahr abgerundet werden, was im vorigen Jahr begonnen wurde.
Seit insgesamt sechs Jahren arbeitet die Gemeinde Edewecht mit dem IJGD zusammen. In den ersten drei Jahren wurden die jungen Erwachsenen vom Bauhof der Gemeinde betreut und waren bei gestalterischen Arbeiten im Grünbereich tätig. Seit zwei Jahren wird der Schwerpunkt auf die generationsübergreifende Arbeit gelegt.
Für die 22-jährige Yuri Miura aus Tokio ist die Arbeit mit Senioren von großem Interesse, weil sie selbst Soziales studiert und hierdurch die Möglichkeit hat, Vergleiche zwischen Deutschland und Japan zu ziehen. Der Stellenwert der Seniorenarbeit hat auch in Japan durch den demografischen Wandel an Bedeutung gewonnen.
Betreut werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von zwei Teamern des IJGD, die auch als Übersetzer fungieren. Die 24-jährige Nadine Moritz, die zurzeit in Bayern Pädagogik studiert, begleitet zum ersten Mal eine Gruppe des „Work-Camps“. „Dieser generationsübergreifende Austausch auf interkultureller Ebene soll auf beiden Seiten Respekt und Toleranz fördern. Dazu sollen soziale und ökonomische Grundsätze vermittelt werden“, beschrieb sie die Ziele der Projektarbeit.
Die Bewohner des Hauses freuten sich sehr auf die jungen Menschen. Eine Frau hat einige Wörter Spanisch geübt, da ein Teilnehmer aus Spanien kommt. Andere frischten ihre Englischkenntnisse auf, um sich mit den Teilnehmern, die kein Deutsch sprechen, etwas unterhalten zu können. Schon bei der Vorstellung wurden die ersten Kontakte geknüpft.
