EDEWECHT - Sie hinterlassen bleibende Eindrücke in Edewecht: die 16 jungen Leute, die am Workcamp 2011 der Internationalen Jugend-Gemeinschaftsdienste (IJGD) teilnehmen. In Südkorea und in Italien, in Algerien und der Türkei, in Russland und Spanien, in Thailand, Tschechien und in Deutschland sind die 17- bis 30-Jährigen zu Hause, die derzeit Freiwilligenarbeit für das Alten- und Pflegeheim leisten.
„Wir freuen uns riesig, dass wir auch in diesem Jahr wieder internationale Gäste haben, die uns auf vielfältige Weise unterstützen“, sagt Pflegedienstleiterin Rena Riesener. Schon 2010 waren Mitglieder eines IJGD-Workcamps im Alten- und Pflegeheim im Einsatz und hatten unter anderem Kräuterhochbeete mit den Bewohnern gebaut. „Die Kommunikation ist auch diesmal kein Problem. Mit Händen und Füßen und manchmal etwas Englisch kommen unsere Seniorinnen und Senioren und die jungen Leute ins Gespräch. Selbst Scrabble-Spielen mit englischen Begriffen ist zur Freude aller möglich“.
An vier Tagen in der Woche sind die jungen Leute, die in der Astrid-Lindgren-Schule übernachten und sich dort auch selbst verköstigen, jeweils sechs Stunden im Einsatz; in ihrer Freizeit lernen Mehadji Elahmar, Sarah Gädecken, Jessy Bautista, Johanna Schmidt und die anderen Land und Leute kennen, erkunden per Rad oder im Auto die Umgebung. Unter Leitung von Daniela Rose-Siemer und Günter Sinz bauen die jungen Leute für die Raucher des Alten- und Pflegeheims einen überdachten Pavillon, sie gehen mit den Bewohnern im Park oder im Ort spazieren, spielen Gesellschaftsspiele, kegeln gemeinsam, begleiten die Bewohner bei Ausflügen und beteiligen sich am „Tag der offenen Tür“ im Alten- und Pflegeheim, der an diesem Sonntag, 24. Juli, von 11 bis 16 Uhr stattfindet.
Auch ein „märchenhafter Einsatz“ steht bei den internationalen Gästen auf dem Programm. Die erste Märchenhütte wurde auf dem weitläufigen Gelände der Einrichtung neben dem erst kürzlich eingeweihten Kinderspielplatz gebaut. Ein Hexenhäuschen mitsamt Backhofen ist entstanden, das für das Grimmsche Märchen „Hänsel und Gretel“ steht. Die dazu gehörenden bunt bemalten Figuren und Szenen aus Metall hat die Portslogerin Susann Stoebe-Thöne geschaffen. „Märchen haben für ältere Menschen – wie wir aus unserer täglichen Arbeit wissen – einen hohen Stellenwert. Über Märchen kann man ins Gespräch kommen und insbesondere zu demenzkranken Menschen einen Zugang finden“, sagt Pflegedienstleiterin Resa Riesener. Außerdem sei die neue Märchenecke etwas, was auch Kinder anspreche. Damit leiste man einen Beitrag zur Verständigung der Generationen.
