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SEUCHE Bienen von gefährlicher Krankheit befallen

SVEN FRANZEK

EDEWECHT - Die für Bienen gefährliche Tierseuche „Amerikanische Faulbrut“ ist in Süd-Edewecht aufgetreten. Nachdem im Radius von einem Kilometer ein Sperrbezirk eingerichtet worden ist, sind nun zwei Einzelfälle festgestellt worden. Das teilt Matthias Sielker, stellvertretender Leiter des Veterinäramtes Ammerland, mit.

Es bestehe keine akute Ansteckungsgefahr für weitere Bienenvölker, sagt Sielker. Die Tiere hätten sich vermutlich im Spätsommer vergangenen Jahres infiziert. „Wir haben die betroffenen Völker isoliert.“ Diese würden nun – ohne Einsatz von Medikamenten – gegen die Krankheit behandelt. Die alten Waben seien verbrannt worden.

Der Sperrbezirk – durch die Flugreichweite der Bienen vom Stock aus definiert – soll für ein Jahr lang weiterhin aufrecht erhalten werden. In dieser Zeit werde es drei weitere Untersuchungen geben, so der stellvertretende Ammerländer Veterinäramtsleiter.

„Für den Menschen ist die Amerikanische Faulbrut ungefährlich“, ergänzt Gerd Muck (70), Vorsitzender des Imkervereins Edewecht. Sie könnten bedenkenlos Bienenwachs und Honig verwenden.

„Diese Seuche hatten wir zuletzt im Jahr 1998 im Ammerland“, erinnert sich Muck. Seit mehr als 15 Jahren würden jährlich die Bienenschwärme routinemäßig überprüft. Bei dieser Untersuchung sei auch der Befall mit der Amerikanischen Faulbrut festgestellt worden.


„Bienen sind Räuber“, erklärt seine Frau Ursula Muck (69). Sobald die in der Natur vorkommende Nahrung knapp werde, zögen die Insekten mitunter aus, um bei benachbarten Völkern zu räubern. So habe sich das eine Volk in Edewecht vermutlich beim anderen angesteckt.

Ursula Muck, die sich in der Familie hauptsächlich um die Imkerei mit insgesamt 50 Bienenvölkern kümmert, nennt auch die Vorteile des Vereins. „Wer als Imker neu zu uns kommt, wird von uns mehr als zwei Jahre lang betreut.“ Die Neuen dürften den Mucks bei der Arbeit über die Schulter schauen und mit sämtlichen Fragen zur Imkerei zu ihnen kommen. Gemeinsam verweisen die Mucks darauf, dass die etwa 200 Imker im Ammerland gut organisiert seien.

Faulbrut

Für die Biene

ist die

„Amerikanischen

Faulbrut“, eine bakterielle Brutkrankheit, sehr gefährlich. Der Erreger bildet widerstandsfähige Sporen, die ausschließlich die Larven über die aufgenommene Nahrung infiziert.

D

ie Sporen

gelangen mit dem Futter in den Mitteldarm. Hier keimen sie innerhalb von 24 Stunden zu Stäbchen. Von dort aus vermehren sie sich im übrigen Gewebe. Die Bienenlarve stirbt.

In Deutschland

ist die Krankheit anzeigepflichtig.
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