EDEWECHT - Der Alltag eines Unternehmers besteht aus mehr, als Produkte zu verkaufen und sich über die Einnahmen zu freuen. Bilanzen lesen können oder auch eine Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen – auch das müssen Gewerbetreibende können.

Diese Erfahrungen machten jetzt 25 Schüler der Klasse 9 Rd der Haupt- und Realschule (HRS) Edewecht. Sie beteiligten sich eine Woche lang an einem Wirtschaftsplanspiel, das die HRS Edewecht zusammen mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) Oldenburg anbot.

Die 25 Schüler wurden in fünf Gruppen unterteilt. Jede Gruppe hatten die Aufgabe, eine HiFi-Anlage zu entwickeln und das eigene Produkt auf den Markt zu bringen. Die Mädchen und Jungen mussten dabei jedoch eines im Blick behalten: die Kosten. Als Unternehmen, das die Form einer Aktiengesellschaft hatte, sollten sie auch Gewinne erzielen.

Zum Abschluss der Aktion hatten die Nachwuchsunternehmer ihre HiFi-Anlagen öffentlich vorzustellen. Kritisch betrachtet von Eltern, Geschwistern und Freunden versuchten die „Firmenchefs“ in der Mensa der Haupt- und Realschule, ihre Produkte möglichst kundenfreundlich darzustellen und die Vorzüge „ihrer“ Firma und „ihrer“ neu entwickelten Marke den Zuhörern näher zu bringen.

Unter anderem musste jede „Firma“ soziale Ziele definieren und in der Präsentation über Umfragen zu ihrem Produkt berichten. Anschließend wurden die Leistungen von den Besuchern bewertet. Als bestes „Unternehmen“ schnitt „Arrow Beat’s“ ab, mit nur einem Punkt weniger gefolgt von „Matfix“. Die „Firmen“ „Tron Tech“, „Pilzkopf“ und „Audio Revolution“ folgten auf den Plätzen.


Die siegreiche „Firma“, so Kerstin Seifert vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, die das Projekt zusammen mit dem HRS-Klassenlehrer Thomas Heimsoth betreute, erhielt Werbepunkte für eine weitere Bewertung. Dabei zählte dann nur, wer von den fünf Gruppen am wirtschaftlichsten kalkuliert hatte. Dem Gewinner winkten Kinogutscheine. „Arrow Beat’s“ hatte dabei jedoch kaum eine Chance, wurde doch bekannt, dass das „Unternehmen“ mit zwei Millionen Euro in den roten Zahlen stand.

Das Planspiel machte den Schülern viel Spaß, obwohl es auch zu viel Stress führte, wie Tilo Grätzner von „Matfix“ und auch Jessica Gräfe von „Audio Revolution“ berichteten. Jede Gruppe hatte versucht, ihr Produkt vor den anderen mit allen Mitteln geheim zu halten. Dieses „Abschotten“ gefiel jedoch nicht allen Teilnehmern. Doch nach der Präsentation war die Welt der Klasse 9 Rd wieder in Ordnung. Der Wettkampf um das beste Produkt war vergessen.