Edewecht - Ein Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde Edewecht – gibt es das? Diese Frage möchte Bürgermeisterin Petra Lausch beantwortet wissen und hat jetzt die Zusammenarbeit mit der Carl von Ossietzky (CvO)-Universität Oldenburg gesucht. Mit Prof. Dr. Thorsten Raabe, Lehrstuhl für Marketing, seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Steffen Hamborg und Petra Strohmann sowie rund 20 Studenten soll diese Aufgabe in Angriff genommen werden.
Vielfach seien es Unternehmen, die für sich im Marketing die besondere Herausstellung suchten, so Lausch. Im Wettbewerb um Neubürger und Industrieansiedlungen suchten aber auch immer mehr Kommunen eine besondere Bezeichnung für sich. „Mühlen, Ernährungsindustrie, Werftenstandort: Die Gemeinde Edewecht hatte in der Vergangenheit und jetzt auch in der Gegenwart Themen, die die Besonderheit der Gemeinde beschreiben könnten“, sagt die Bürgermeisterin.
Kann sich die Gemeinde Edewecht aber auch von anderen Kommunen unterscheiden? Das ist die Aufgabe, die von den Studenten der Oldenburger Uni mit unterschiedlichen Untersuchungs-Methoden herausgefiltert werden soll. Die Sichtung von vorhandenen Materialien gehört ebenso dazu wie die Befragung Edewechter Bürger. „Wir wollen der Frage nachgehen, was es bedeutet, in Edewecht zu leben. Was bewirkt die Identifikation mit der Gemeinde, was macht das ‚Wir-Gefühl‘ aus“, beschrieb Professor Raabe die Zielsetzung.
So wie geplant habe eine Kommune noch nicht an einer Marketinguntersuchung teilgenommen, so Lausch bei einem Treffen mit den Beauftragten der Oldenburger Uni im Edewechter Rathaus. Zwar habe es eine umfangreiche Umfrage vor gut fünf Jahren gegeben, doch dabei sei das Edewechter „Wir-Gefühl“ nicht so verfolgt worden, wie es jetzt geplant sei. Eine der zentralen Fragen laute jetzt: Wie leben und fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde? „Wer, was und wie ist Edewecht?“ Das solle, so Lausch, in diesem Projekt herausgefunden werden.
Dazu sollten Diskussionsrunden zwischen den Studenten und Bürgern der Gemeinde beitragen. Am 25. und 26. November sowie am 2. und 3. Dezember fänden jeweils ab 19.30 Uhr im Rathaus in Edewecht Veranstaltungen statt. Da die Zielsetzung an diesen vier Terminen die gleiche sei, die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung allerdings begrenzt sei, sollten sich Interessierte unter
Im Februar 2016 sollen die Forschungsergebnisse der Studenten der Oldenburger Uni zur Identifikation der Bewohner von Edewecht mit „ihrer“ Gemeinde vorgestellt werden. „Mit diesem Projekt soll die Grundlage geschaffen werden, den nächsten Schritt zu gehen“, so Lausch. Der wäre, die Ergebnisse umzusetzen mit dem Ziel, tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal formulieren zu können. „Würstchenstadt“ sollte es allerdings – trotz der Lebensmittelindustrie – nicht sein.
