Hude - Es war wie ein Treffen von alten Freunden. Am Freitagabend kamen im „Haus am Bahnhof“ 43 ehemalige Mitarbeiter des Hudo-Werks zusammen, um sich gemeinsam an die alte Zeit zu erinnern.
Organisiert vom langjährigen Mitarbeiter Arno Retzlaff findet das Zusammentreffen seit zwanzig Jahren jährlich statt. „Eigentlich wollten wir uns alle zwei Jahre oder so treffen“, erklärte Retzlaff, „Aber die Annahme war damals so groß, dass wir das Treffen jetzt jedes Jahr veranstalten“.
Er selbst habe im Hudo-Werk „alles gemacht“, viele Jahre gehörte er zur Belegschaft der Firma, die 1931 vom Huder Unternehmer August Heins gegründet wurde. Damals unter dem Namen „Huder Mühlenbauanstalt und Mühlensteinfabrik“ spezialisierte sich das Werk auf die Anfertigung von Mühlensteinen. Auch eine Tischlerei war in dem Firmengebäude integriert. Geführt wurde das Unternehmen von August Heins, der mit seiner Frau Ida aus dem kleinen Betrieb innerhalb von fast fünfzig Jahren ein 280 Mann starkes Unternehmen machte, das in Hude bis zu 20 Lehrstellen anbot. Auf seinem Weg zum Groß-Unternehmer sorgte Heins mit der von ihm erfundenen Mahl- und Mischanlage „Hudomix“ sogar für ein eigenes Patent.
Im Laufe der insgesamt 53 Jahre, die das Werk bis zu seiner Schließung 1984 erfolgreich überstand, stellte das „Hudo-Werk“ Mühlen und Zubehör sowie Tankfahrzeuge und komplette Kraftfutterwerke her. 1975 übernahm Sohn Bernd Heins die Leitung des Huder Unternehmens, das neun Jahre später Insolvenz anmelden musste.
1994 hatten die Ehemaligen Ferdinand Dorin, Heinrich Schwarting und Arno Retzlaff die Idee zu einem Treffen mit den alten Kollegen. Bis heute wird die Idee von bis zu 50 Ehemaligen des „Hudeo-Werks“ mit Begeisterung weitergeführt. „Das war einfach eine tolle Zeit“, erklärte Arno Retzlaff.
