Bockhorn - Die Handwerkergruppe der Gemeinde Bockhorn hat den Mädchen und Jungen der Grundschule Bockhorn ein Geschenk überreicht. In fünf Wochen haben Erwin Fangmann, Rolf Wengler und Erich Rothenburg mit Unterstützung des Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Grabstede, Helmut Tetz, zehn Kartenschränke gebaut. Da können die Kinder ihre frischen Zeichnungen und Bilder aus dem Kunstunterricht hineinlegen. Die Leiterin der Grundschule, Doris Kache, erklärte: „Darüber freuen wir uns alle sehr.“ Die Handwerkergruppe besteht nur aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die Holzwerkstatt der Gemeinde Bockhorn nutzen können.
Und genau diese Ehrenamtlichkeit ist eine der Schwerpunkte, auf die der Bockhorner Bürgermeister Andreas Meinen in Zukunft verstärkt setzen will. Er bezieht sich auf eine aktuelle Studie der Deutschen Post, nach der „Wohnen, Familie und Freizeit“ zu den „Glücksbringern“ zählen (die NWZ berichtete): „Das sind Bereiche, die auch in der Gemeinde Bockhorn von besonderer Bedeutung sind.“
Beispiel Wohnen: „Durch öffentliche Maßnahmen wie die Dorferneuerung ist Bockhorn auch für private Investoren attraktiver geworden. In Kürze entstehen 40 bis 50 neue Wohnungen im Ortskern. Die Leute würden nicht bauen, wenn sie hier keine positive Zukunft sehen würden.“ Meinen: „Wir haben guten Zuspruch, der Bedarf ist da.“
Beispiel Familie: „Die Betreuung von Kindern und die Hilfe für Senioren ist für uns wichtig. Konkret planen wir, das Familienkinderservicebüro aus der Grundschule ins Jugend- und Seniorenzentrum zu verlagern als zentrale Anlaufstelle für Familien. Wir wollen da Angebote bündeln und eine Art von Mehrgenerationenhaus schaffen.“
Beispiel Freizeit: Meinen spricht sich klar für den Erhalt des Erlebnisbades aus. Bedeutsam sei aber vor allem das „Naturerlebnis südliches Friesland“. 210 Kilometer Radwanderwege „bieten echte Lebensqualität für Einheimische und Urlauber.“ Diese mit der Gemeinde Zetel angeschobene Idee „ist ein echter Gewinn für uns.“ Fahrradtourismus „ist unser eigenes Produkt, mit dem wir werben können, unsere Landschaft und unsere Gastronomie sind unsere Stärken.“
Die sehr erfolgreiche Wirtshausrallye passe in diesen Rahmen hervorragend hinein. Und der Freizeitbereich ziehe wieder Investitionen nach sich wie in den Ausbau eines großen Hotels in Bockhorn.
Auch die Natur- und Wegewarte aus Bockhorn und Zetel lieferten einen wichtigen Beitrag für den Erfolg im Naturerlebnis – und da kommt Meinen wieder auf die freiwillige Hilfe der Bürgerinnen und Bürger zu sprechen. Für ihn sind die Handwerker um Helmut Tetz bestes Vorbild: „Wir wollen den ehrenamtlichen Bereich stärken.“
Fazit des Bürgermeisters: „Durch diese Maßnahmen werden wir die Lebensqualität in der Gemeinde Bockhorn stärken. In den vergangenen fünf bis sechs Jahren gab es eine positive Entwicklung – ich bin zuversichtlich, dass es so weitergeht.“
