Visbek/Oldenburg - „Die Auszeichnung, den besten seines Fachs in ganz Deutschland ausgebildet zu haben, erfüllt einen mit Stolz“, so Heinrich Schulz, Geschäftsführer von Schulz Systemtechnik in Visbek, als ihm Heiko Henke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg, die Urkunde als Ausbilder eines Bundessiegers überreicht. „Der Sieg auf Kammer-, Landes- und Bundesebene ist eine ganz große Leistung – sowohl von dem Auszubildenden Frank Nordmann, als auch vom ausbildenden Betrieb. Denn es zeigt, dass er seine Ausbildungsarbeit ernst nimmt. Deshalb gebührt dem Betrieb ebenfalls eine hohe Anerkennung“, erklärt Henke die Ehrung.

Schulz Systemtechnik ist kein unbeschriebenes Blatt im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Der Betrieb hat schon einige Kammer- und Landessieger hervorgebracht. „Für uns sind die Auszubildenden das A und O. Sie sind die Zukunft des Betriebs. Deshalb kümmern wir uns auch sehr intensiv um sie“, sagt Schulz. Es gebe eine eigene Werkstatt für Schulungen, und die Lehrlinge würden je nach Talent gezielt gefördert.

Doch auch der Visbeker Betrieb verzeichnet einen Rückgang an Bewerbungen. „Es sind nicht mehr ganz so viele wie früher. Deshalb ist die Auszeichnung als ‚Ausbilder eines Bundessiegers‘ umso wichtiger für uns“ sagt Schulz. Henke unterstützt diese Ansicht: „Je bekannter die Unternehmen für gute Ausbildung und innovative Ansätze sind, desto einfacher haben sie es auch, Bewerber und gute Auszubildende zu finden.“

Einen sehr guten Auszubildenden hatte Schulz Systemtechnik in Frank Nordmann gefunden. Zur Teilnahme am Leistungswettbewerb musste er gar nicht ermutigt werden. „Der ist so strebsam und ehrgeizig. Er wollte auf jeden Fall gewinnen und hat es schließlich auch geschafft“, erinnert sich Schulz. Der Wettbewerb um den Titel des Bundessiegers im E-Handwerk fand im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg statt. Hier mussten die 46 jungen Handwerker ihr Können bei praktischen und theoretischen Aufgaben unter Beweis stellen. Nordmann siegte in seinem Fachbereich Automatisierungstechnik.

Nach seiner Ausbildung hat Nordmann ein Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Vechta aufgenommen. Henke hofft, dass er sich nach seinem Studium wieder dem Handwerk zuwenden wird. „Denn solche ‚Superkönner‘ können wir im Handwerk immer gut gebrauchen.“