Einswarden - Welche Entwicklungsperspektiven haben die Nordenhamer Stadtteile? Welche Konsequenzen sollten aus Prognosen gezogen werden, wonach bis zum Jahr 2025 die Bevölkerung in Nordenham um 2000 Einwohner zurückgehen wird?
Mit diesen Fragen beschäftigen sich fünf Arbeitskreise des Stadtrates und der Verwaltung. Sie sind zu Zwischenergebnissen gekommen. Der für die Koordinierung zuständige und nur aus Vertretern der Ratsfraktionen bestehende Arbeitskreis „Demografischer Wandel“ hat sich damit beschäftigt und beschlossen, in die Öffentlichkeit zu gehen und das Gespräch mit den Bürgern zu suchen.
Diskussionspapier
Zur Entwicklung der Schulstandorte hat der Arbeitskreis – wie berichtet – ein Diskussionspapier vorgelegt. Dazu hat Anfang Februar in der Jahnhalle eine erste Bürgerversammlung stattgefunden.
Der Bürger-Dialog über Ergebnisse aus den Arbeitskreisen „Wohnen und Leben“ sowie „Arbeit und Wirtschaft“ startet am Dienstag, 12. März, in Blexen. Eine weitere Bürgerversammlung soll nach den Osterferien in Einswarden stattfinden – voraussichtlich am 11. April.
Das hat Bürgermeister Hans Francksen der Interessengemeinschaft der Eigentümer im Sanierungsgebiet Einswarden (IGESE) in seiner Antwort auf ein Schreiben der IGESE mitgeteilt.
IGESE-Sprecher Peter Nottelmann hatte den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass der Bürgermeister bis zum 6. März auf acht Fragen zur künftigen Entwicklung Einswardens antwortet. Eine solche kurzfristige Erörterung ist nach Ansicht des Bürgermeisters „nicht möglich und geboten, weil wir damit andere Bevölkerungspruppen aus dem Stadtteil Einswarden ausgrenzen würden.“
Hans Francksen schreibt der IGESE, er würde sich sehr freuen, wenn er zu der für den 11. April vorgesehenen Versammlung in Einswarden möglichst viele Vertreter der Interessengemeinschaft begrüßen kann. Rat und Verwaltung erhoffen sich laut Hans Francksen von den Diskussionen mit Bürgern und Betrieben weitere Ergebnisse und Lösungsansätze, die in Beschlüsse des Stadtrates einmünden können.
Die Einswarder Interessengemeinschaft fragt in ihrem Schreiben an den Bürgermeister nach Neubaugebieten in Einswarden, nach der angestrebten Einwohnerzahl, der Kindergarten- und Schulentwicklung, der Nahversorgung, der Pflege öffentlicher Anlagen und nach dem desolaten Zustand von Straßen.
Industrieansiedlung
Die IGESE fordert eine Stellungnahme der Stadt zur beabsichtigten Industrieansiedlung westlich der Martin-Pauls-Straße zwischen San-dinger Weg und Burhaver Straße und östlich der Martin-Pauls-Straße von der Werftstraße bis zur Heiligenwiehmstraße. Zudem fragt die Interessengemeinschaft, was die Stadt unternehmen will, um die Lebensqualität in Einswarden zu verbessern.
Die Interessengemeinschaft fragt auch kritisch, wie Missstände in Einswarden mit angeblichem Wertzuwachs der Grundstücke und der damit verbundenen Wertabschöpfung im Zusammenhang mit dem Sanierungsprogramm Soziale Stadt zusammenpassen.
