Cloppenburg - Für die Kinder des St.-Vincenz-Kindergartens aus Cloppenburg ist der Jahresausflug zum Ende des Kindergartenjahres etwas Besonders gewesen. Sie unternahmen eine Fahrt mit der Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg.

Bereits um 9 Uhr kamen die 140 Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen per Bus am Bahnhof Cloppenburg an. „Alle an die Hände fassen“, wies Leiterin Elisabeth Langner die Drei- bis Sechsjährigen an. Dann ging es in Zweierreihen los. Die anderen Fahrgäste staunten nicht schlecht, als der über 200 Meter lange Tross von Kindern laut lachend und redend über den Bahnhof zog, immer in Richtung Gleis 2, wo die Museumseisenbahn schon wartete.

Als die Kleinen die Lok sahen, gabt es kein Halten mehr. Die Lautstärke der Kinder übertönte die vorbeifahrende Nordwest-Bahn, alle riefen durcheinander. Dann war es endlich soweit: Die Jungen und Mädchen durften einsteigen.

Unter Gepfeife setzte sich die altehrwürdige Lok in Bewegung, extra langsam, damit die Kinder in Ruhe die vorbeigleitende Landschaft betrachten konnten. Etliche mitfahrende Eisenbahner vom Museumseisenbahnverein standen zudem parat, um alle Kinderfragen ausführlich zu beantworten, bis die Haltestelle Staatsforsten auftauchte.

Kaum stand der Zug, machten sich die Kindergartenkinder auf zum Dorfgemeinschaftsplatz, um gemeinsam zu frühstücken. Gegen Mittag fuhr der Sonderzug dann wieder nach Cloppenburg zurück, wo sich die Kinder singend und winkend von den Eisenbahnern verabschiedeten.


Die Bilanz vom Ausflug fiel großartig aus. Alle Kleinen seien ganz begeistert gewesen, betonte Langner. „Wir haben diese Art des Ausfluges gewählt, weil viele Kinder noch nie mit der Bahn gefahren sind, aber die Museumseisenbahn kennen“, berichtete die Kindergartenleiterin.

Auch die Eisenbahner zeigten sich zufrieden. „Für uns ist so einen Fahrt mit viel Aufwand verbunden. In der Woche vormittags Lokführer und Personal zu bekommen, ist nicht so einfach“, sagte Karl-Heinz Böhmer, Pressesprecher im Vorstand des Vereins. „Aber bei soviel Freude und Spaß der Kinder sind wir immer bereit so eine Sonderfahrt zu organisieren.“