Großenkneten - Wenn eine Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug erhält, ist dieses nicht nur immer ein großer Moment, sondern sorgt auch für einige Aufregung im Kreis der Feuerwehrleute. Unter diesem Gesichtspunkt war das Jahr 2014 für die Ortsfeuerwehr Großenkneten ein sehr aufregendes Jahr, wie Ortsbrandmeister Hendrik Behrends in seinem Jahresbericht betonte. „Zum Glück blieben wir aber von größeren Einsätzen verschont.“
HLF 20 abgeholt
Aus Luckenwalde holten die Großenkneter das lang ersehnte HLF 20 von der Firma Rosenbauer gleich zu Jahresbeginn ab. Eine Fahrt, die wohl allen Beteiligten noch in den Schuhen steckt, denn Straßenglätte machte das Fahren nicht zum Vergnügen.
„Das Jahr 2014 kann als Jahr der Schornsteinbrände bezeichnet werden“, so der Ortsbrandmeister im Bericht über die Einsätze. Drei Schornsteinbrände mussten bekämpft werden. Behrends weiter: „In den vergangenen 20 Jahren hatten wir lediglich zwei Schornsteinbrände zu verzeichnen. In 2014 dann gleich drei.“ 13 Brandeinsätze schlugen ferner zu Buche. Besonders heikel war das Feuer bei Lueken auf dem Hellbusch. Durch den schnellen Einsatz konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Stallungen verhindert werden.
Außerdem rückten die Kneter Blauröcke zu 21 Hilfeleistungen aus. Neben einem Verkehrsunfall als Einsatz waren sieben Sturm- und 13 Wasserschäden zu beseitigen.
Insgesamt leisteten die Mitglieder der Ortswehr 5765,84 Stunden. Der größte Anteil entfiel mit 1964 Stunden auf die Übungs- und Pflegedienste bzw. verschiedene Tätigkeiten mit 2146 Stunden.
Aktuell hat die Ortswehr Großenkneten 52 Kameradinnen und Kameraden. „Die Mitgliederzahl konnte von 48 Kameraden zum 1. Januar 2014 um vier gesteigert werden. Darauf können wir uns aber auf gar keinen Fall ausruhen“, meinte Behrends.
Neues Fahrzeug bestellt
Als erfreulich bezeichnete er die Bestellung eines neuen Löschfahrzeuges 10. „Der Auftrag wurde am 27. Oktober an die Firmen MAN Hannover und Rosenbauer vergeben. Das Fahrzeug wird vermutlich im Herbst bei uns eintreffen“, hofft Hendrik Behrends.
Unter dem Punkt Ehrungen erhielt Torsten Meier das Niedersächsische Ehrenabzeichen für 25 Jahre Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit. Bei den Beförderungen stiegen Christian Mers, Andreas Oltmann und Lars Wygrala zu 1. Hauptfeuerwehrmännern auf.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Stolle appellierte vor allem an die Kameraden, die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger nicht zu vernachlässigen. Stolle: „Die Zahlen sind alarmierend. Wir brauchen dringend Nachwuchs.“
