Nordenham - Dass die Literatur ihr Leben prägte, lag nicht allein an ihrem Beruf. Für die Buchhändlerin Rena Töllner-Peplau war das Lesen eine Leidenschaft und Herzensangelegenheit. Sie ließ nichts unversucht, andere Menschen mit dieser Begeisterung anzustecken und in ihnen die Freude an der kreativen Kraft der Literatur zu wecken. Aus diesem Antrieb heraus setzte sich die Nordenhamerin auch ehrenamtlich für die Leseförderung ein. Rena Töllner-Peplau ist am Dienstag im Alter von 68 Jahren gestorben.

Ihr Vater Ernst Töllner hatte 1949 an der Bahnhofstraße eine Buchhandlung gegründet. Rena Töllner-Peplau wuchs in Rodenkirchen auf und besuchte in Nordenham die Frauenfachschule an der Pestalozzistraße. In Bremen erlernte sie in der Buchhandlung von Halem ihren Beruf, den sie dort nach der Lehre noch einige Monate ausübte. Dann wurde ihre Hilfe in Nordenham benötigt, als ihre Mutter 1966 starb. Sie unterstützte ihren Vater im Geschäft und führte es bald alleine weiter. Von 1982 bis 2007 gehörte auch eine Filiale in Rodenkirchen dazu.

Rena Töllner-Peplau zählte 2002 zu den Gründungsmitglieder des Vereins Literaturplus Wesermarsch. Im selben Jahr hatte sie auch die beliebte Veranstaltungsreihe „Erzähl-Café“ ins Leben gerufen. Zu Beginn des Jahres 2008 zog sich Rena Töllner-Peplau aus dem Berufsleben zurück und übergab die Buchhandlung an Tanja Ehmen.

Fast 30 Jahre – von 1971 bis 2000 – gehörte Rena Töllner-Peplau in der evangelischen Kirche Nordenham dem Gemeindekirchenrat an. Besonders setzte sie sich für Kindergartenthemen und für das Pfadfinderwesen ein.