Ein Leben jenseits von Hohenböken ist für Niko Hutfilter unvorstellbar: „Auf diesem Hof bin ich geboren worden und hier gehöre ich auch hin“, bekräftigt der 69-Jährige, der auch Mitglied im Orts- und Heimatverein ist, seine Verbundenheit. Bis in die 60-er Jahre führte er die vom Vater übernommene Bauerei am Hohenbökener Haselnussweg . „Dann lohnte sich die Landwirtschaft nicht mehr als Broterwerb“, erinnert sich Hutfilter.

Der rührige Landwirt bildete sich damals kaufmännisch weiter, verpachtete sein Land und arbeitete zunächst im Mühlenbau, später als Landmaschinenvertreter und Lagerverwalter. Seine Liebe zur Tierhaltung hat der bekennende Hohenbökener nie aufgegeben. „Eine Zeit lang habe ich nebenbei auch Pferde gezüchtet. Doch jetzt, als Rentner, sind es nur noch Kleintiere wie Kaninchen und Geflügel“. Genug zu tun hat er damit allemal, quakt, kräht und schnattert es doch laut auf seinem Hof. „Einen Teil meiner Hühner, Enten und Gänse musste ich in den letzten Tagen leider schon schlachten“, bedauert Hutfilter. Die gesetzlichen Bestimmungen zur Stallhaltung wegen der Geflügelpest hätte er sonst nicht umsetzten können.

Da haben es seine Kaninchen viel besser. Sie sind Hutfilters ganzer Stolz. Die wohl genährten „Wiener Weißen, Satin-elfenbeinfarbigen und Hermelin-Rotaugen“ mümmeln in komfortablen Einzelkäfigen vor sich hin. Sie haben dem Mitglied des Ganderkeseer Kaninchenzuchtvereins „I 25“ schon zu viel Anerkennung verholfen. „Allein 2003 gewann ich 14 Preise, zahlreiche Ehrenplaketten und Wanderpokale“, freut er sich. Inzwischen hat er aufgehört, seine Auszeichnungen zu zählen. „Denn es gibt immer was zu tun“, sagt er und kümmert sich um sein weiteres Hobby, den englischen Rasen. konk

Niko Hutfilter

Kaninchenzüchter