Dötlingen - Die alteingesessenen Bewohner des Privatgeheges von Horst und Verona Lenz schauen noch kritisch auf die gefiederten Neuankömmlinge. Der Alpakahengst und die Hirschkuh haben sich noch nicht ganz an all die Störche, Schwäne und Reiher gewöhnt.

Horst Lenz ist sich sicher, dass sich das bald ändern wird. „Konflikte wird es ohnehin keine geben. Das Vogelgehege ist durch einen Zaun von den anderen getrennt.“ Seit fast 20 Jahren arbeiten er und seine Frau Verona an ihrem Privatgehege im eigenen Garten in Dötlingen. Wer sie besucht, erlebt eine bunte Vielfalt an teilweise exotischen Tieren.

Am Eingang werden Besucher von costa-ricanischen Eichhörnchen begrüßt. Wer sich weiter umschaut, trifft auf Kängurus, Rehe, Lamas und Emus. Kleine Ziegen laufen im Gehege um die Wette. Ein Fuchs erkundet den Garten, bevor er sich wieder in seinen Bau verzieht.

Familie Lenz verfügt über einen großen Garten. Und weil es nicht besonders aufregend ist, einfach nur im Sommer auf der Liege zu entspannen, hat sich das Ehepaar einige tierische Gäste zugelegt. Um das Fachwerkhaus herum entstand in jahrelanger Arbeit ein ungewöhnlicher Privat-Zoo.

Als neuesten Coup präsentierten sie nun das Vogelgehege. „Wir haben seit Oktober vergangenen Jahres daran gearbeitet“, erklärt Verona Lenz. Ihr Mann ergänzt: „Es mussten 170 Kubikmeter Mutterboden angelegt werden. Außerdem wurde eine umfangreiche Drainage installiert, damit das Gehege bei Regen nicht unter Wasser steht.“


Die Bauarbeiten wurden mit der Anschaffung von Pflanzen in den letzten Wochen abgeschlossen. „Die Pflanzen sollten zwar schön aussehen, aber in erster Linie durften es keine sein, die von den Vögeln angeknabbert werden.“

Die Anlage ist das Zuhause von Vögeln aller Art. Neben den bekannten Störchen, schwarzen Schwänen und Kranichen im Watvogelgehege heißt Lenz auch zwei Seidenreiher willkommen. „Die Reiher sind noch in einem speziellen Stelzvogelgehege untergebracht. Das hat ein Netz als Dach, damit die Vögel nicht wegfliegen.“

Warum eigentlich Vögel? „Die machen nicht so viel Arbeit wie zum Beispiel unsere Alpakas, vor allem was das Saubermachen des Geheges angeht. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste“, stellt Lenz mit einem Augenzwinkern fest.

Nicht nur Eckehard Hautau vom Bürger- und Heimatverein Dötlingen, der sich bei seinem Besuch „begeistert“ zeigte, darf die Erweiterung bestaunen: Zur offiziellen Eröffnung lädt Familie Lenz am Freitag, 1. Mai von 11 bis 18 Uhr auf die Anlage in Dötlingen, Krim 1, ein. Interessenten, die zu anderen Terminen kommen möchten, bittet das Ehepaar um telefonische Absprache unter t  0 44 33/ 12 82.