Frage:
Herr Picker, Sie waren zum ersten Mal Schützenkönig. Mit welchem Gefühl schauen Sie auf das Jahr zurück?Picker:
Es ist sehr schön, Schützenkönig von Bohlenberge zu sein. Wir sind ein kleiner Verein mit familiärem Charakter. Der Nachteil ist, dass die Auswahl, wer König wird, nicht groß ist. Deshalb wünschen wir uns mehr Zuspruch von den Bürgern. Wir sind ja nicht nur ein Schützenverein, sondern ein Volksverein. Der Spaß steht im Vordergrund, auch wenn wir Wettkämpfe und Vergleichsschießen mit anderen Vereinen austragen.Frage:
Schießen Sie regelmäßig?Picker:
Ich bin seit 25 Jahren Vereinsmitglied und zähle zu den aktiven Schützen. Zeitweise war ich durch Beruf und Familie passiv, doch jetzt bin ich wieder mit viel Spaß und Ehrgeiz bei den wöchentlichen Schießabenden dabei.Frage:
Braucht ein Schützenkönig in Bohlenberge ein dickes Konto?Picker:
Finanziell wird der König durch das Königsgeld vom Verein unterstützt. Sicherlich gibt man das eine oder andere aus. Doch durch das eigene aktive mitmachen und teilnehmen an den anstehenden und gewesenen Festlichkeiten bekommt man ja auch von den neuen bzw. alten Königshäusern wieder etwas ausgegeben.Frage:
Wie viele Termine hatten Sie als König?Picker:
Von den großen Schützenfesten gibt es nicht mehr viele, so dass sich die Termine an einer Hand abzählen lassen.Frage:
Was war für Sie als Schützenkönig das schönste Erlebnis?Picker:
Das war die Siegerehrung. Meine Schützenschwestern und -brüder haben sich sehr mit mir gefreut und mich gut unterstützt. Wir haben ein tolles Schützenfest gefeiert, das im Vorjahr erstmals nicht im Zelt, sondern im Hankenhof stattfand. Das stieß auf viel Resonanz. Es macht am meisten Spaß, wenn andere Bürger dazukommen und mit uns feiern.Andreas Picker (35) ist ein Jahr lang König der Bohlenberger Schützen gewesen. Er bilanziert seine Regentschaft.
